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Afghanistan: Bezirks-Gouverneur desertiert zu den Taliban

Meldung vom 20.09.2013

Afghanistan steht vor den Wahlen, und derzeit wird dort ein erbitterter Kampf ausgetragen. Es handelt sich dabei aber nicht um einen Wahlkampf, sondern einen blutigen Territorialkampf zwischen Taliban und Regierung. Nun brüsten sich die Taliban mit einem ranghohen zivilen Überläufer: der bisherige Bezirks-Gouverneur Kasi Abdul Hai hat die Seiten gewechselt. Er wird von den Islamisten bereits als „großer Dschihad-Kommandeur“ gefeiert. Sein ehemaliger Vorgesetzter dagegen stufte ihn als „eine leistungsschwache Person“ ein. Bei neuen Gefechten wurden Dutzende Menschen getötet.

Ein hochrangiger Offizieller soll im Norden Afghanistans zu den radikal-islamischen Taliban desertiert sein. Kasi Abdul Hai „verschwand am Dienstag und es wird angenommen, dass er sich den Taliban im Distrikt angeschlossen hat“, meldete der Gouverneur der Provinz Sar-i-Pul, Abdul Dschabber Hakbin, am Donnerstag (19.09.2013). Die Taliban gaben ebenfalls bekannt, dass Hai die Seiten gewechselt habe.

Hai übte bisher das Amt des Gouverneurs des Bezirks Kohistanat aus. Bei ihm handelt es sich um den bislang ranghöchsten zivilen Überläufer, der bisher bekannt wurde. Er arbeitete von 2004 bis 2008 als Senator in der Meschrano Dschirga, dem Oberhaus des Parlaments in Kabul. Später nominierte man ihn zum Verwaltungschef seines Heimatdistriktes. Provinzgouverneur Hakbin sagte mit Blick auf Hai: „Er war eine leistungsschwache Person, und wir waren im Begriff, ihn zu entlassen.“

Die Gewalt nimmt derzeit insgesamt zu. Bei einem Taliban-Angriff im Norden sind nach Angaben eines lokalen Politikers unterdessen am Mittwoch zehn Polizisten ermordet worden. 16 weitere seien von den Rebellen verschleppt worden. Die Polizeitruppe wurde den Angaben vom Donnerstag zufolge während eines Einsatzes attackiert.

Ein Sprecher des Innenministeriums gab zwar zu, dass Polizisten getötet wurden. Die Rebellen hätten jedoch keine Polizisten als Geiseln. In den betroffenen Bezirk seien Truppen und Hubschrauber beordert worden. Immer mehr Anschläge in jenen Gebieten Afghanistans, in denen eigentlich Stabilität herrschte, geben Anlass zu Diskussionen über die Sicherheitslage nach dem Abzug der internationalen Truppen.

Bei Gefechten in der südafghanischen Provinz Helmand kamen nach offiziellen Angaben derweil 40 Taliban-Kämpfer ums Leben. Afghanische Sicherheitskräfte hätten Aufständische bei einem dreitägigen Einsatz aus dem Bezirk Sangin vollständig verdrängt, teilte die Provinzregierung am Donnerstag mit. Sechs Monate lang hätten die Taliban sich daran abgemüht, Sangin komplett zu besetzen. Helmand zählt zu den unsichersten Provinzen in Afghanistan.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Gouverneur, Deserteur, Seitenwechsel, Überläufer, Taliban, Kasi Abdul Hai, Dschihad, Kabul, Helmand, Wahlen, ISAF, Kohistanat, Kämpfe, Sangin, Polizisten, Geiseln