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Afghanistan: USA entsendet 30.000 neue Soldaten

Meldung vom 23.12.2008

Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, ihre Truppen in Afghanistan zu verdoppeln. Bis zum Sommer sollen bis zu 30.000 Soldaten zusätzlich an den Hindukusch geschickt werden. Das erklärte Admiral Michael Mullen, Chef des US-Generalstabs, während eines Aufenthalts in Kabul.

Der oberste US-Offizier rechnet damit, dass sich der Kampf internationaler Streitkräfte gegen die Taliban 2009 zuspitzen werde: „Sobald wir hier zusätzliche Truppen bekommen, wird das Gewaltniveau steigen. Der Kampf wird härter.“ Derzeit befinden sich knapp 70.000 Soldaten aus mehr als 40 Nationen in Afghanistan im Einsatz, darunter auch 3.500 Soldaten der Bundeswehr.

Knapp die Hälfte der amerikanischen Soldaten steht unter dem Kommando der NATO-Schutztruppe ISAF, während 16.000 in dem separaten Anti-Terror-Einsatz OEF unter US-Führung agieren. Laut der Pentagon-Pläne sollen bis zum Sommer vier zusätzliche Kampfbrigaden von je 3.500 bis 5.000 Mann in Afghanistan stationiert werden.

Zudem hat Verteidigungsminister Robert Gates bereits am Freitag grünes Licht für den Marschbefehl für 3.000 Mann Luftlande-Truppen gegeben. Diese Einheiten sollen in den Provinzen, die nahe an Kabul liegen, den Vormarsch der Taliban stoppen. Generalstabschef Mullen ließ durchblicken, dass die US-Truppen verstärkt die Bekämpfung von Aufständen zum Ziel hätten. Eine solche Strategie verfolgten die US-Truppen zuletzt auch im Irak. Dort hatten eine Truppenverstärkung sowie Bündnisse mit lokalen sunnitischen Milizen die Al-Qaida-Verbände entmachtet.

Bisher, so Mullen, verfügten die US-Verbände über genügend Soldaten, um die Taliban in Gefechten zu besiegen. „Aber wir hatten nicht genug Kräfte, um das gesäuberte Gebiet dann auch zu halten.“ Mullen lehnte es nicht ab, mit lokalen Taliban-Führern zu verhandeln.

Mullens Ankündigung entspricht ganz dem Kurs des künftigen US-Präsidenten Barack Obama. Der Demokrat hatte mehrfach angekündigt, er werde den Kampfeinsatz in Afghanistan verstärken. Zugleich treibt Obama im Frühjahr den Rückzug amerikanischer Truppen aus dem Irak voran. Verteidigungsminister Gates wie auch James Jones, Obamas designierter Sicherheitsberater und früherer Nato-Kommandeur, sind der Ansicht, die zentrale Front im Kampf gegen den Terrorismus habe sich inzwischen nach Afghanistan verlagert.

Die Bundesregierung wollte zur US-Entscheidung keinen Standpunkt abgeben. Allerdings wird damit gerechnet, dass Obamas Regierung die Verbündeten, darunter auch Deutschland, um eine weitere Truppenverstärkung bitten wird. In Berlin wurde verlautbar, es werde auch eine Debatte über die Einsatzorte geben. Es sei möglich, dass Amerikaner und Briten die anderen in Afghanistan stationierten Truppen dazu aufforderten, sich an den Militäraktionen im härter umkämpften Süden des Landes zu beteiligen. Allerdings habe die Bundesregierung auch der neuen US-Führung dargelegt, dass man an den bestehenden Beschränkungen für den Bundeswehreinsatz im Norden festhalte.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de