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Nicaragua: Meteorit schlägt im Gebiet der Hauptstadt Managua ein

Meldung vom 09.09.2014

Ein gewaltiger Meteoriteneinschlag hat die Erde in der Hauptstadt Nicaraguas zum Erschüttern gebracht. Die Menschen liefen panisch aus ihren Häusern. In der Nähe des Flughafens in Managua ereignete sich in der Nacht zum Sonntag (08.09.2014) eine starke Explosion. Zu Schaden kam niemand – ein 12-Meter-Krater zeugt von der Wucht des Aufpralls.

Auf dem Gebiet der nicaraguanischen Hauptstadt Managua ist offenbar ein Meteorit aufgeprallt und hat einen großen Krater in die Erde gerissen. Bei dem Vorfall gegen Mitternacht in der Nacht zum Sonntag nahe dem internationalen Flughafen der Millionenstadt entstanden keine Schäden, wie Behördenvertreter am Sonntag sagten. Die Erschütterungen waren allerdings so heftig, dass sie von Messinstrumenten der Erdbebenwarte erfasst wurden.

Der Krater erstreckt sich über einen Durchmesser von zwölf Metern, wie Wilfredo Strauss von der Erdbebenwarte sagte. „Wir sind sicher, dass er von einem Meteoriten stammt.“ Auf den Messinstrumenten des Instituts kann man „zwei Wellen“ beobachten: eine kleinere von der durch den Einschlag ausgelösten Erschütterung und eine stärkere vom Knall. Es sei noch nicht überprüft worden, ob der Meteorit komplett verbrannt oder in dem Boden verschwunden sei, sagte ein weiterer Behördenvertreter. Die Regierung will sich mit US-Geologen zusammentun und den Vorfall untersuchen.

Nach Strauchs Angaben will das geophysische Institut den geologischen Dienst der USA (USGS) um Hilfe bei der Auswertung bitten. Jährlich werden weltweit etwa fünf Meteoritenfälle registriert.

Anwohner am Einschlag-Ort in einem Wäldchen bezeugten, dass der Vorgang an eine Explosion erinnerte. Flüssigkeit, Sand und Staub seien in die Luft geschleudert worden, dann lag ein stark verbrannter Geruch in der Luft.

Der Meteorit pralle auf die Erdoberfläche ohne Vorwarnung. Gesteinsbrocken aus dem All fallen zumeist überraschend auf die Erde. Jeden Tag treffen Abermillionen Staub- und Steinpartikel mit einem Gesamtgewicht von Hundert Tonnen aus dem All auf unseren Planeten, die meisten verglühen als Sternschnuppen. Häufig fallen metergroße Geschosse auf den Boden; glücklicherweise geschehen solche Einschläge meist abseits der Zivilisation. Der bislang größte Einschlag geschah 2013 nahe Tscheljabinsk in Russland. Erfasst wurden auch Einschläge 2008 in der Einöde des Sudan und 2007 nahe einem Bergdorf in Peru.

2002 kullerte der Britin Siobhan Cowton auf der Straße ein Brocken vor die Füße, der faustgroße Klumpen war noch glühend. „Das passiert nicht sehr oft in Northallerton“, meinte die damals 14-Jährige zu ihrer Entdeckung in ihrem Heimatort.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Nicaragua, Meteorit, Managua, Aufprall, Einschlag, Krater, Erdbeben, Erdbebenwarte, Sternschnuppen, All, verglühen, Brocken, Flughafen, Geologie, Wissenschaft, Geologischer Dienst der USA, Astronomie