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HIV-positive Kinder in Südafrika

Meldung vom 21.09.2006

Im südlichen Afrika leben 12 Millionen Kinder, die einen Elternteil oder beide Eltern wegen AIDS verloren haben, so eine Schätzung von UNICEF.

Wie ist die Lebensrealität dieser Kinder? Wie gehen sie mit dem Virus und den damit verbundenen Stressfaktoren um? Die in Südafrika tätige Schweizer Journalistin Christina Stucky besuchte betroffene Lebensgemeinschaften und gibt den Betroffenen eine Stimme:

Nhlanhlas Großmutter bewahrt seine Medizin in einem alten Plastikbehälter auf. Dieser steht immer am selben Ort: auf dem Tisch in dem kleinen wellblechbedachten Raum im Hinterhof des Hauses von Nhlanhlas Tante. Der 10jährige Junge teilt den Tisch, den Raum und ein Doppelbett mit der Greisin. Eins nach dem anderen zieht Nhlanhla Fläschchen und Päckchen aus dem Behälter. „Von diesen Pillen nehme ich drei jeden Abend. Von denen nehme ich eine Pille am Morgen und eine nachts und von denen nehme ich nur eine nachts.“ Er hält zwei kleine Flaschen hoch. „Davon nehme ich eine Verschlusskappe am Morgen und von diesem hier eine Kappe am Abend.“ Nhlanhla weiß, dass er für den Rest seines Lebens Tabletten schlucken wird. Was würde geschehen, wenn er damit aufhören würde? Er antwortet: „Ich würde sterben!“

Bei den Klinikbesuchen warten Nhlanhla und Dimakatso bis zu vier Stunden bis sie von einem Arzt betreut werden. Nhlanhla beschwert sich, dass es hier „keine Autos für Jungen und Puppen für Mädchen“ zum Spielen gibt. Er findet es auch nicht gut, dass der Arzt alle Fragen an seine Großmutter richtet. „Ich hätte es gern, wenn der Arzt mit mir über die Medizin reden und auch fragen würde, wie ich mich fühle. Ich würde ihm dann sagen, dass die Medizin mich vorher krank gemacht hat, dass ich mich jetzt aber gut fühle.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: aidsandchild.org