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Somalia: Deutsche Marine nimmt neun Piraten fest

Meldung vom 04.03.2009

Bei einer spektakulären militärischen Operation vor der Küste Somalias hat die deutsche Marine erstmals Piraten verhaftet. Neun Männer wurden im Golf von Aden nach ihrem gescheiterten Angriff auf das deutsche Handelsschiff MV Courier von der Besatzung der Fregatte Rheinland-Pfalz festgenommen, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit.

Weder bei dem Angriff der Piraten noch bei der Enterung ihres Bootes durch deutsche Marine-Soldaten sei es zu Verletzungen oder Sachschäden gekommen, erklärte ein Sprecher. Die Piraten werden sich vorübergehend an Bord der Fregatte aufhalten. Die Bundesregierung muss nun erstmals darüber entscheiden, wie sie mit den Piraten weiter verfahren soll.

Eine Klärung dieses Sachverhalts erscheint rechtlich höchst kompliziert, da unter anderem untersucht werden muss, inwieweit deutsche Rechtsgüter betroffen sind, ob die Piraten an andere Staaten ausgeliefert werden müssen oder in Deutschland verfolgt werden. Eine speziell eingerichtete Kommission der Staatssekretäre der vier Ministerien für Inneres, Justiz, Verteidigung und Außen wurde auf diesen Fall angesetzt. Die Piraten seien bereits dazu verhört worden, hieß es.

Zuverlässige Aussagen über ihre Nationalität konnten noch nicht getroffen werden. Man geht davon aus, dass die Mehrzahl aus Sudanesen besteht. Bei der Aktion auf hoher See seien viele Waffen beschlagnahmt worden, die jedoch aus Sicherheitsgründen sofort über Bord geworfen worden seien, teilte der Staatssekretär mit. In Dschibuti, dem Einsatzhafen der EU-Mission Atalanta, würden die Piraten dann der Bundespolizei übergeben und nach Hamburg zur zuständigen Staatsanwaltschaft gebracht.

Nach Bundeswehrangaben funkte das Handelsschiff MV Courier der deutschen Reederei Gebrüder Winter um 07.12 Uhr einen Notruf, dass es von Piraten mit Panzerfäusten und Schusswaffen angegriffen wird. Der Frachter befand sich zur Zeit des Angriffs im überwachten Transit-Korridor zwischen Somalia und dem Jemen. Zwei Bordhubschrauber der deutschen Fregatte und des US-Kriegsschiffs „Monterey“ flogen direkt zum Einsatzort und wehrten den Piratenangriff zunächst mit Warnschüssen ab. Dann umzingelten sie mit schussbereiten Bord-Maschinengewehren drohend das Piratenschnellboot und konnten so seine Flucht vereiteln.

Die beim ersten Notruf rund 50 Seemeilen entfernte Rheinland-Pfalz gelangte um kurz vor zehn Uhr an den Tatort. Soldaten der Marine-Schutzkräfte nahmen das Boot ein und verhafteten die Piraten. Sie ergaben sich ohne Widerstand.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) lobte den Einsatz: Das zeige, wie effektiv die Operation Atalanta ist. Die EU-Mission war im vergangenen Dezember begonnen worden, um Privat- und Handelsschiffe im Seegebiet vor der somalischen Küste und im Golf von Aden vor Piraten-Überfällen zu schützen. 2008 brachten die Seeräuber dort mehr als 200 Schiffe in ihre Gewalt und erpressten Millionen Dollar Lösegeld. Deutschland hat für die Mission eine Fregatte mit 230 Soldaten eingesetzt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de