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Sambia: Eine Reise ins Extrem – Außenminister Steinmeier in wechselnden Rollen

 
Meldung vom 23.11.2015

Außenminister Frank-Walter Steinmeier muss bei seiner aktuellen Afrika-Reise öfters verschiedene Hüte aufsetzen. Mal ist er als Diplomat gefragt, in Sambia bei Wirtschaftsvertretern als Wirtschaftsexperte, dann muss er sich plötzlich als Krisenmanager bei der Pressekonferenz zur Geiselnahme in Mali unter Beweis stellen. Dort unterstrich Steinmeier auch, dass Deutschland Frankreich bei der Terrorbekämpfung nicht allein lasse. Heute ist er in Uganda und Tansania zu Besuch.

Eigentlich hat man es mit zwei deutschen Außenministern zu tun, die in diesen Tagen durch das südöstliche Afrika reisen. Da ist der Frank-Walter Steinmeier, der mit großer Wirtschaftsdelegation im Gefolge, rohstoffreiche Länder wie Mosambik und Sambia bereist, Kontakte knüpft und politische Unterstützung zusagt. Der wie hier in Sambia neben den Gesprächen mit dem Präsidenten und seinem Amtskollegen auch einen Slum in der Hauptstadt Lusaka inspiziert und so Zeichen für bilaterale Beziehungen setzt. Den deutschen Botschafter im Schlepptau, teilt Steinmeier Fußbälle an die Kinder aus. Er hat sogar ein wenig lokale Währung getauscht und kauft ein, was man so braucht.

40 Jahre sind vergangen, seitdem ein deutscher Außenminister in Sambia war. Hans-Dietrich Genscher hat man noch in guter Erinnerung, aber es ist lange her. Steinmeier könnte so gesehen ausholen, hat jede Menge Gesprächsstoff, doch die Pressekonferenz in Lusaka ist zeitlich eng gesteckt, denn vor allem für die deutschen Journalisten besteht jetzt dringender Bedarf nach dem anderen Frank-Walter Steinmeier, dem Krisenmanager, der bereits am zweiten Tag der Reise vom Terror überrumpelt wird. Aus Mosambik kommend wird er nach der Landung über die Geiselnahme in Mali informiert. „Der Krisenstab der Bundesregierung hat um 12:30 Uhr getagt. Die deutsche Botschaft im Bamako steht in ganz engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden in Mali.“

Und wieder Rollenwechsel, zurück zu den Vertretern der Wirtschaft, Steinmeier widmet sich der Aufgabe, in Lusaka eine Außenhandelskammer zu eröffnen. Zurück im Hotel ein Aufatmen, er wird unterrichtet, dass die Geiselnahme beendet ist.

Dennoch tritt Steinmeier mit ersten vorsichtigen Bewertungen in die Öffentlichkeit: „Es ist ein Zeichen dafür, dass offenbar der Islamistische Terror sein schmutziges Handwerk fortsetzt und es ist auch ein Zeichen dafür, dass die Situation in Mali nicht stabil ist. Wir unterstützen Frankreich in Mali und gerade in diesen Tagen besprechen wir mit unseren französischen Freunden, wie wir unsere Hilfe und Unterstützung ausweiten können. Entscheidungen werden dazu in den nächsten Tagen fallen.“

Die Ereignisse des gestrigen Tages erschweren die Etappen der Reise, schon vor dem Terror in Paris wollte man die Franzosen im unruhigen Norden Malis unterstützen und Solidarität zeigen. Frank Walter Steinmeier sagte gestern Abend zur Deutschen Welle: „Ich hielte es für falsch, den jetzt gegangen Weg abzubrechen oder von den in Aussicht genommenen Entscheidungen abzusehen.“

Wenn die aktuelle Lage es ihm gestattet, schlüpft der deutsche Außenminister jetzt wieder in die klassische Diplomatenrolle. Der Aufenthalt in Uganda und Tansania müsste ihm diese Rolle ermöglichen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Deutschlandfunk“, dradio.de

Schlagwörter: Sambia, Frank-Walter Steinmeier, Afrika-Reise, Krisenmanager, Diplomat, Wirtschaftsexperte, Geiselnahme, Mali, Außenminister, Lusaka, Wirtschaftsdelegation, bilaterale Beziehungen, Rohstoffe, Terror, Terrorismus, Paris, Terroranschläge, Bamako, Außenhandelskammer