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Philippinen: Skandalträchtiger Präsidentschaftskandidat geht in Führung

Meldung vom 26.04.2016

Die Philippinen stehen kurz vor den Präsidentschaftswahlen. Doch wirklich gute Optionen für eine gelungene Ablösung des jetzigen Präsidenten Benigno Aquino sind kaum vorhanden. Der Favorit im Rennen um das höchste Amt erregte mit einem Witz über die Vergewaltigung einer Missionarin den Unmut in Manila.

Trotz seines Witzes über die Vergewaltigung einer australischen Missionarin hat der umstrittene philippinische Präsidentschaftskandidat Rodrigo Duterte seinen Vorsprung erweitert. Laut einer am Montag (25.04.2016) veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SWS steht der Bürgermeister der Millionenstadt Davao mit 33 Prozent Zustimmung an der Spitze der Kandidaten. Im März konnte er noch 27 Prozent auf seine Seite ziehen. Damit liegt er nun neun Prozentpunkte in Führung vor der zweitplatzierten Kandidatin, der Senatorin Grace Poe.

Der Spitzenreiter in der Nachfolge von Staatschef Benigno Aquino hatte Mitte April 2016 bei einer Wahlkampfveranstaltung einen Kommentar zur Vergewaltigung und Tötung einer australischen Missionarin in Davao im Jahr 1989 abgegeben. Dem 71-jährigen Duterte rutschte unter dem Gelächter seiner Anhänger heraus: „Ich war wütend, dass sie vergewaltigt wurde, doch sie war so schön. Ich dachte, der Bürgermeister hätte der Erste sein sollen.“ Die Äußerung, die durch ein Internetvideo verbreitet wurde, ist von der Katholischen Kirche, von Frauenrechtsgruppen sowie von den Botschaftern Australiens und der USA aufs Schärfste verurteilt worden. Duterte entschuldigte sich später für seine Worte, hatte zuvor aber damit gedroht, um Fall seines Wahlsiegs die diplomatischen Beziehungen zu den beiden Ländern auf Eis zu legen.

Duterte geht zudem auf Wählerfang mit dem Versprechen, gegen Kriminelle hart durchzugreifen. Er stellte in Aussicht, im Fall seines Wahlsiegs massenweise Kriminelle exekutieren zu lassen. Dem 71-Jährigem wird nachgesagt, als Bürgermeister von Davao Todesschwadronen aufgebaut zu haben, die mehr als tausend Menschen umgebracht haben sollen. Im Wahlkampf brüstete er sich der Hinrichtung von 1.700 Menschen, wollte Zusammenhänge mit den Killerkommandos aber nicht aufkommen lassen. Trotz seiner oft derben Propaganda, seiner Prahlerei mit seinen angeblichen sexuellen Leistungen und seiner Beschimpfung von Papst Franziskus hat Duterte bei den Filipinos in den letzten Wochen an Beliebtheit gewonnen. Die Präsidentschaftswahl wird am 9. Mai 2016 abgehalten.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at

Schlagwörter: Philippinen, Rodrigo Duterte, Präsident, Präsidentschaftswahl, Benigno Aquino, Missionarin, Vergewaltigung, Witz, Manila, Führung, Wahlkampf, Propaganda, Todesschwadronen, Kriminelle, Hinrichtung, Davao