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Wasserkiosk in Sambia

Meldung vom 04.06.2007

In Monze, einer mittleren Stadt 200 km südwestlich von Sambias Hauptstadt Lusaka lebt Violet Moomba. Seit nunmehr vier Jahren betreibt die 56jährige Witwe – Mutter von sieben Kindern – dort ihren Wasserkiosk Nr. 7.

„Natürlich bin ich stolz, daß ich hier sauberes Wasser verkaufen kann, das brauchen die Leute doch“, sagt sie. Dann beugt sie sich über ihren Verkaufstresen und fügt fast ehrfürchtig hinzu: „Richtiges Trinkwasser!“

Violet Moomba arbeitete bei einem Straßenbauprogramm, bevor sie den Kiosk aufmachte. Infektionskrankheiten wie Durchfall und sogar Cholera waren bei ihr wie bei allen anderen in der Gegend nichts Ungewöhnliches. Denn durch verschmutztes Wasser fängt man sich sehr schnell Krankheitserreger ein – und in Monze gab es kein sauberes Wasser. „Uns allen geht es besser, seit ich meinen Wasserkiosk eröffnet habe, und Cholera ist bei uns hier schon lange kein Thema mehr“, sagt Violet.

Die Verkaufsstellen sind an die städtische Wasserversorgung angeschlossen, die Kunden zapfen direkt aus dem Hahn und zahlen pro Liter. „Früher mussten die Leute sehr weit laufen, um an Wasser zu kommen“, einnert sich die resolute Großmutter, „sie zahlten bis zu 10.000 Kwacha im Monat“, das sind umgerechnet etwa 1,80 Euro. Heute haben die Bewohner des „Freedom Compound“, wo Violet ihr Trinkwasser anbietet, es besser, denn eine Familie zahlt nur noch umgerechnet 35 Cent für ihren gesamten Monatsbedarf.

Aber nicht nur der Preis, sondern auch die Wasserqualität stimmen jetzt. Das ist ein Verdienst der GTZ. Im Auftrag des Bundesentwicklungs-ministeriums beraten die Experten der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit sowohl die Wassergesellschaften bei technischen Fragen, als auch die Regierungsbehörden bei der Tarifgestaltung. Das ist notwendig, damit das System sich trägt und nachhaltig ist. Dank der Wasserkioske werden in Sambia inzwischen 150.000 Arme in den städtischen Randgebieten mit sauberem Wasser versorgt.

Unter ihnen ist auch Cynthia Chizela. Die 24jährige ist Mutter von zwei Kindern, deren Gesundheit ihr am Herzen liegt: „Ich achte genau darauf, daß wir nur Wasser vom Kiosk trinken!“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „GTZ-Aktuell“, gtz.de