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Kenia: Mit Kleinkrediten zu mehr Lebensqualität (Projektbericht)

Bericht vom 10.08.2011


Lucy Gikonyo will ihr Geschäft weiter ausbauen.






Die Ochiengs sind mit ihrer Schneiderei erfolgreich.





Anfang August reiste unser Teamleiter M. Wilson nach Nakuru, Kenia, um dort Teilnehmer des von Gebende Hände geförderten Kleinkreditprogramms zu besuchen und Schulungen für sie durchzuführen. In seinem folgenden Bericht schildert er die Geschichten von drei erfolgreichen Kreditnehmern:

1)
Lucy Gikonyo
ist Mutter von vier Kindern und verkauft auf dem Markt Obst und Gemüse. Anfang dieses Jahres wurde sie in das Kleinkreditprogramm unseres kenianischen Projektpartners aufgenommen und bekam ein Startkapital von umgerechnet etwa 70 Euro, um ihr Warenangebot erweitern zu können. Mit dem Verkaufserlös trägt Lucy nun einen Teil zum Familienunterhalt bei, und darauf ist sie sehr stolz! Aber ihre Pläne gehen noch weiter: Sie möchte ihr Geschäft auf Großhandelsniveau bringen, um höhere Einnahmen zu erzielen. „Das schaffe ich natürlich nur, wenn ich ausreichend Kapital bekomme, aber ich bin zuversichtlich, dass meine Bewerbung um einen zweiten Kredit erfolgreich sein wird.“

2)
Stephen Ochieng
, Ehemann und Vater einer einjährigen Tochter, erzielte bisher einen mageren Verdienst mit dem Verkauf von Zuckerrohr am Rande eines Slumgebietes. Dies war die einzige Einkommensquelle für ihn und seine kleine Familie. Mit einem ersten Kredit von 35 Euro konnte er seinen Warenbestand erweitern und einen Gewinn erwirtschaften, der es seiner Frau ermöglichte, einen kleinen Gemüsestand einzurichten. Sie war sehr glücklich, auf diese Weise zum Familieneinkommen beitragen zu können. Stephen und seine Frau sind eigentlich gelernte Schneider, konnten diesen Beruf bisher aber nicht ausüben, weil ihnen das Geld für die nötigen Maschinen und Gerätschaften fehlte. Sie bewarben sich um einen weiteren Kredit von umgerechnet etwa 105 Euro, mit dem sie zwei Nähmaschinen anschafften. Die Rückzahlung des geliehenen Kapitals gelang Stephen dann sogar vor Ablauf der Frist, weil er die Erlöse aus dem Zuckerrohr- und Gemüseverkauf zusammenlegte. Damit qualifizierte er sich für seinen dritten und bislang größten Kredit über rund 200 Euro. Diesen nutzte er für die Eröffnung einer Schneiderei, in der er und seine Frau mittlerweile nicht mehr nur Maßkonfektion fertigen und verkaufen, sondern auch Lehrlinge ausbilden.

3)
Beatrice muß ihre zehnköpfige Familie allein durchbringen, weil ihr Mann vor Kurzem einen Schlaganfall hatte. Von unserem kenianischen Projektpartner erhielt sie einen Kredit von 35 Euro. Damit eröffnete sie einen Stehimbiss, der ihr täglich etwa drei Euro Gewinn einbringt. Mit einem zweiten Kredit von 70 Euro erweiterte sie ihre Geschäftsfläche, indem sie PE-Folie zwischen Pfosten spannte und so eine Art „Außenterrasse“ absteckte und dort für ihre Gäste einen Tisch und einige Stühle aufstellte. Diesen zweiten Kredit zahlte die fleißige Imbißbesitzerin innerhalb von nur zwei Monaten vollständig zurück. Mit der beantragten dritten Summe von 140 Euro möchte sie den Außenbereich mit einem ordentlichen Wellblechdach versehen sowie mehr Tische und Stühle für ihre Kundschaft zur Verfügung stellen.

In Armutsländern sind Kleinkredite ein äußerst effektives Mittel, um arbeitswilligen Menschen mit Geschäftsideen den Einstieg in die Selbstständigkeit zu ermöglichen, da 98% der vergebenen Gelder zurückfließen und so für weitere Existenzgründungen eingesetzt werden können. Um den frischgebackenen KleinunternehmerInnen aber zu wirklich dauerhaftem Erfolg zu verhelfen, führt unser Teamleiter M. Wilson ergänzend Schulungen durch, in denen nicht nur das für einen Geschäftsbetrieb notwendige kaufmännische Wissen vermittelt wird. Ganz besonderen Wert legt er in diesen Seminaren darauf, das Selbstbewusstsein der Teilnehmer zu stärken und sie zu einer positiven Denkweise zu bewegen, da sie bisher in großer Armut gelebt haben und oft nicht genügend Selbstachtung und Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben. Das Wissen, dass sie genau so wertvoll und talentiert sind wie die besser gestellte Bevölkerung ihres Landes, bewirkt regelrechte Wunder unter den Schulungsteilnehmern.

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