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Somalia: Menschenleben – ein Schatz, für den zu kämpfen sich lohnt! (Einsatzbericht)

Bericht vom 01.03.2014


Mütter warten in der stechenden Sonne auf ihre Nahrungsmittelration.

Bei unserem letzten Zusammentreffen berichtete unser Projektleiter Derek sehr anschaulich darüber, wie kompliziert und langwierig die Vorbereitungen für seine Arbeit unter den somalischen Flüchtlingen im Süden dieses immer noch instabilen Landes sind:

In Somalia haben wir mit besonders vielen Gefahren und Schwierigkeiten zu kämpfen. Da ist zunächst die Bedrohung durch Piraterie und den Terror der verschiedenen Milizen. Diese Leute sind meist schwer bewaffnet und versetzen die Bevölkerung mit Raubüberfällen und Entführungen in Panik. Die zweite große Herausforderung ist das Klima – es herrscht brütende Hitze, und sauberes Trinkwasser ist rar. Und das Dritte sind die Gefahren auf dem Transportweg, besonders die Möglichkeit einer Entführung. Deshalb hat die Sicherheit bei unseren Hilfsgüterlieferungen höchste Priorität.

Unser Fundament sind die verlässlichen Beziehungsstrukturen, die wir zu den Einheimischen aufgebaut haben. Wir kennen unsere Helfer sehr gut und können ihnen vertrauen. Diese Leute sind unsere „Lebensversicherung“. Ob sie uns auf dem Weg in ein bestimmtes Gebiet begleiten oder vor Ort die Verteilung bewachen: Sie wissen genau, was zu tun ist und wie sie uns schützen können. Wir sind ganz von ihnen abhängig, sei es in Fragen der Sicherheit, beim Schutz vor ansteckenden Krankheiten – und davon gibt es hier viele – oder bei einer Autopanne mitten in der Wüste. Wir dürfen auf keinen Fall abends bei Dunkelheit auf einem Wüstenweg festsitzen. Jeweils vor Sonnenuntergang müssen wir einen sicheren Platz zum Übernachten haben. In der Vergangenheit haben wir schon einige große Pannen mit LKW und Begleitfahrzeugen überstanden.

Die Ausgabe der Hilfsgüter am Schluss ist dann eigentlich der leichteste Teil des gesamten Einsatzes. Kräftezehrend und aufwändig ist es, überhaupt bis zu diesem Punkt zu kommen. Die Ausgabe der Berechtigungsscheine vorab geht mir besonders nahe. Hunderte Menschen sind gekommen. Alle sind hungrig, viele sind krank. Und wir müssen entscheiden, wer etwas bekommt und wer leer ausgeht. Letztes Mal fingen die Leute außerhalb des Verteilungsgeländes aus Verzweiflung an, Steine auf unseren LKW zu werfen. Unser Team war bewaffnet und der Platz mit einem Ring aus Polizisten und Wachleuten umstellt. Dennoch flogen plötzlich die Steine, ein paar Helfer und ich wurden getroffen. Aber auch das müssen wir verkraften. Das ist die traurige Realität und kaum zu verhindern.

Somalia ist ein schwieriges Land, und die Einsätze sind lebensgefährlich. Gott sei Dank konnten unsere Helfer bisher die Kontrolle behalten. Wir werden alles tun, damit es in Zukunft so bleibt.

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Schlagwörter: Somalia, Flüchtlinge, Hunger, Piraterie, Terror, Hilfsgüterlieferung, Nahrungsmittel, Hunger, Al-Schabaab, Al-Shabab, Wasser, Hitze, Klima, Hilfseinsatz
Cliffs of moher | Irland