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Somalia: Zwei Sack Hoffnung und ein Kanister Zuversicht (Einsatzbericht)

Bericht vom 13.03.2017


Mütter halten ihre unterernährten Kinder bei der Lebensmittelverteilung.


Säcke voller Getreide und Kanister mit Speiseöl warten auf die Notleidenden.


Die Frauen sitzen auf den ihnen zugeteilten Getreidesäcken.

Gerade ist unser Einsatzleiter Derek von der ersten Hilfsgüterverteilung in Somaliland zurückgekehrt. Er hat dort gemeinsam mit seinen Helfern somalischen Inlands-flüchtlingen, denen die langen Dürremonate die Lebens-grundlage geraubt haben, insgesamt 53 Tonnen Getreide und viele Kanister Speiseöl gebracht. Rund 1.000 der am schlimmsten betroffenen Familien konnten ein Überlebenspaket entgegen nehmen. Für die kommenden beiden Monate sind mehrere weitere Einsätze geplant.

Kaum ist der große schwarze Allrader vorgefahren, wird er auch schon umringt von Kindern und Erwachsenen, die neugierig und gespannt darauf sind, was nun folgt. Erwartungsvolles Stimmengewirr erfüllt die staubige Luft, aber auch das Weinen von vor Hunger entkräfteten Kindern. Sobald die bewaffneten Sicherheitsleute Stellung bezogen haben, beginnen die Helfer mit dem Abladen des LKWs. Fein säuberlich reihen sie Sack um Sack des kostbaren Getreides nebeneinander im Wüstenstaub auf. Dazu kommt jeweils ein leuchtend gelber Kanister mit Speiseöl. Zusammen mit den bunten Gewändern der Frauen ist ein kleines Farbenmeer entstanden, das die graubraune Ödnis erfrischend belebt. Wie stets vor einer Hilfsgüterverteilung haben die Frauen ihre besten Kleider und Tücher angelegt, um ja nicht übersehen zu werden.

Sie haben sich etwas abseits unter ein paar dürre Bäume gesetzt und warten geduldig, bis sie ihren Anteil in Empfang nehmen dürfen. Die Atmosphäre ist vorsichtig optimistisch. Hoffnung keimt auf, denn die Erkenntnis, dass sie nicht vergessen sind, gibt den hier Versammelten ein wenig neue Zuversicht. Dieser Umstand ist für sie fast noch wertvoller als die Aussicht darauf, in Kürze wieder für einen längeren Zeitraum die Sorge um das Überleben ihrer Familien loslassen zu können.

Die Zuteilung der Nahrungsmittelrationen läuft ruhig und friedlich ab. Die Stimmung der leidgeprüften Menschen hellt sich zusehends auf. Am Schluss sitzen alle auf ihren Getreidesäcken, zwischen den Füssen ihren Speiseölkanister, und schauen zu, wie unser Team sich zur Abfahrt bereitmacht. Vor den Helfern liegen viele Stunden anstrengender Fahrt durch die Wüste, bis sie müde wieder in ihren bescheidenen Unterkünften ankommen. Die Einsätze sind jedes Mal ein großes Wagnis, aber das ist es allen wert. Sie wissen, sie haben wieder zahlreiche Menschen vor dem Hungertod bewahrt, die sich von aller Welt bereits vergessen glaubten.

Danke, liebe Spender, dass Sie gemeinsam mit uns diese wertvolle Arbeit möglich machen!



Schlagwörter: Somalia, Hungersnot, Hunger, Hilfseinsatz, Dürre, Somaliland, Frauen, Kinder, Unterernährung, Getreide, Speiseöl
Galway -> Rossaceal/Carna | Irland