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Äthiopien: Erkundungsreise in ein Dürregebiet (Einsatzbericht)

Bericht vom 15.03.2017


Der Boden ist staubtrocken - Inmitten der Dürre verteilen wir Lebensmittelsäcke.


Die Menschen sind unendlich dankbar für jede Hilfe.

Anfang März reiste unser Projektleiter Derek aus traurigem Anlass wieder in den Süden Äthiopiens. Er erkundete dort ein weiteres Dürregebiet, um die Not der Menschen und Tiere einzuschätzen, die aufgrund der langanhaltenden Trockenheit in ernste Bedrängnis geraten. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind durch die immer wiederkehrenden Dürren, von denen Äthiopien seit acht Jahren heimgesucht wird, mittlerweile rund 20 Mio. Menschen vom Hungertod bedroht, das ist ein Fünftel der Gesamtbevölkerung. Die Bilder, die sich Derek boten, waren erschreckend. Er berichtet:

Vor unseren Augen nichts als braunes, ausgedörrtes Land. Hier und da ein paar Bäume, an denen man nur noch mit Mühe die Farbe Grün ausmachen kann. Dazwischen vereinzelte Rundhütten, aber kein Mensch ist zu sehen. Der Ort wirkt verwaist und leblos. Kein Getreide, keine Feldfrüchte, kaum ein paar dürre Halme zum Überleben für Mensch und Tier. Ein einziger kleiner Esel und zwei Ziegen suchen unter einer Akazie Schutz vor der sengenden Sonne. Dann hat man uns wohl doch bemerkt. Nach und nach tauchen zögernd einige Frauen mit ihren Kindern auf. Mit ernsten Gesichtern zeigen sie sich im Hütteneingang. Fast alle Kinder, denen wir begegnen, sind bereits unterernährt. Sie haben die typischen aufgeblähten Hungerbäuche und rötlich verfärbte Haare. Wir können fast zusehen, wie sich im Laufe der Woche die Situation weiter verschlimmert. Die Fälle von chronischer und lebensbedrohlicher Unterernährung nehmen während unseres Aufenthaltes in diesem Gebiet stetig zu.

Es ist uns ein Rätsel, wie die Menschen hier überhaupt so lange überleben konnten. Obwohl nur auf Erkundungsfahrt, können wir doch Nahrungsmittel für 200 Kinder beschaffen und verteilen. Unter einer Akazie laden wir unsere Getreidesäcke ab – eine kostbare und höchst willkommene Fracht! Weitere 200 Kinder wollen wir in der kommenden Woche versorgen, und für April planen und organisieren wir eine große Lebensmittelverteilung für diese Region. Als wir wieder aufbrechen, zeigt sich auf dem einen oder anderen Gesicht doch noch ein Lächeln!



Schlagwörter: Äthiopien, Dürre, Hunger, Hungersnot, Klima, Klimawandel, Hungertod, UN, Nahrungsmittel, Hilfsgüter, Hilfsgüterverteilung, Ernteausfall, Unterernährung, Hungerbäuche, Kinder