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Deutsche Bundeswehr bildet afghanische Polizisten aus

Meldung vom 29.07.2009

Der afghanische Kollege hat seine Handschellen an einem falschen Platz an der Uniform befestigt. So wird es ihm schwerfallen, schnell einen Täter festzunehmen. Zwei andere Polizisten haben bei der Fahrzeugkontrolle eine ungünstige Position eingenommen. Im Ernstfall besteht dabei die Gefahr, dass sie sich gegenseitig erschießen.

Die Provinzzentrale in Mazar-i-Sharif hat wieder vergessen, die Batterien zu schicken, so dass die Sicherheitskräfte am Kontrollpunkt nachts keine Autos durchleuchten können. Es sind die kleinen Dinge, mit denen sich Michael Meyer täglich auseinandersetzt und an denen er mit seinen afghanischen Kollegen hart arbeitet. In der Summe sollen sie zu etwas Großem führen: ein neues Selbstverständnis der afghanischen Polizei soll aus diesem Training hervorgehen.

Michael Meyer ist zusammen mit elf deutschen Kollegen im Norden Afghanistans verantwortlich für ein neues Pilotprojekt mit dem Namen Focus District Development (FDD). Dabei kümmern sich Teams aus vier Polizisten und vier Feldjägern der Bundeswehr gemeinsam ein Jahr lang um die Polizei in einem afghanischen Distrikt und stehen ihren afghanischen Kollegen bei der täglichen Arbeit zur Seite.

Am Morgen ist ein Besuch im Gemeindezentrum von Dehdadi geplant. Meyer begrüßt den Distriktchef Hadschi Khurban mit Bruderkuss. Tee wird angeboten, Höflichkeiten werden ausgetauscht. Die lokale Polizei hat gerade von einem zweimonatigen Trainingslehrgang auswärts profitiert und ist erst vor kurzem zurückgekommen. In ihrer Abwesenheit übernahm eine Eliteeinheit aus Kabul ihren Dienst.

Meyer fragt, ob sich die ortsfremden Sicherheitskräfte gut betragen hätten. Hadschi Khurban hat nichts an ihnen auszusetzen. Die Männer hätten das Glücksspiel im Ort abgeschafft und die Mobiltelefone der Einwohner nach Sexvideos durchsucht. Die hätten also wichtige Maßnahmen ergriffen, sagt der Gemeinderatschef. Meyer will es noch genauer wissen, ihm seien Beschwerden zu Ohren gekommen, hakt er nach. Der Alte schüttelt den Kopf. Beschwert hätten sich nur diejenigen, deren Videoclips gelöscht wurden.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, faz.net