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Somalia: Justizsysteme sind durch Piraten überlastet

Meldung vom 10.11.2010

Die Piraterie in Ostafrika wächst nach Angaben der Vereinten Nationen den Justizsystemen der dortigen Küstenstaaten über den Kopf. Insbesondere Somalia stehe vor der immer größeren Herausforderung, die gefassten Seeräuber unterzubringen und ihnen ein ordentliches Gerichtsverfahren zu ermöglichen, sagte der Chef des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung, Juri Fedotow, vor dem Sicherheitsrat in New York.

Die bisherigen Anstrengungen zur Bekämpfung der somalischen Piraten sind nach UN-Angaben ungenügend. Die Bekämpfung müsse bei den Ursachen von Raubüberfällen und Entführungen ansetzen, sagte der UN-Untergeneralsekretär B. Lynn Pascoe.

Vor dem Sicherheitsrat meinte Pascoe, es sei „erschreckend“, dass die Piraten mittlerweile 438 Besatzungsmitglieder und Passagiere sowie 20 Schiffe in ihrer Gewalt hätten. Zudem seien die Kappazitäten der juristischen Systeme in den umgebenden Ländern völlig ausgelastet. Kenia betrachtet sich als nicht zuständig und setzt Piraten wieder auf freien Fuß. „Es ist deutlich geworden, dass die Inhaftierung und Strafverfolgung der mutmaßlichen Piraten eine schwere Bürde für die Länder in der Region ist“, so Fedotow.

Nach Angaben des Russen sitzen derzeit weltweit mehr als 700 Menschen wegen Piraterie im Gefängnis. Sie verteilten sich zwar auf zwölf Länder, mehr als die Hälfte der Verdächtigen sei aber in Somalia inhaftiert. Sein Büro berate die Länder, sagte Fedotow. Das Hauptproblem bestünde aber darin, die Verdächtigen menschenwürdig unterzubringen und ein schnelles Gerichtsverfahren zu gewährleisten. Die meisten Gefängnisse seien völlig überfüllt. „Es ist aber auch klar, dass die einzige langfristige Lösung des Problems sein kann, Recht und Ordnung in Somalia wiederherzustellen.“




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ORF“, orf.at

Schlagwörter: Somalia, Piraterie, Piraten, Haft, Justiz, Justizsysteme, UN, B. Lynn Pascoe, New York, Sicherheitsrat, Gefängnis, Kenia, Gericht, Gerichtsverfahren, Kriminalitätsbekämpfung, Juri Fedotow