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Rumänien: USA errichten Raketenabwehr

Meldung vom 06.05.2011

Sehr zum Ärger von Russland errichten die USA derzeit einen Raketenschutzschild auf rumänischem Boden. Der Bürgermeister eines kleinen rumänischen Dörfchens ist hoch erfreut. Seine Gemeinde entwickle sich nun „zum wichtigsten Dorf in Rumänien“, verkündete der Kommunalpolitiker Gheorghe Beciu und begrüßte die hohen Gäste. Das Dorf heißt Deveselu, es hat 3.000 Einwohner und befindet sich nahe der Donau im Süden Rumäniens, 200 Kilometer südwestlich von Bukarest.

Am Rande der Ortschaft liegt ein Stützpunkt der rumänischen Luftwaffe, und auf diesem Gelände werden in Zukunft 200 oder mehr US-Soldaten ihre Arbeit verrichten. Deveselu wurde nämlich zum Standort einer neuen Raketenabwehrstellung auserkoren, die als ein Teil des geplanten amerikanischen Schutzschilds gegen eine militärische Bedrohung aus Iran gedacht ist.

Zusammen mit Ellen Tauscher, der US-Staatssekretärin für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, kamen deshalb jetzt rumänische Politiker und Militärvertreter nach Deveselu, um den Standort zu prüfen und Richtlinien für die Sicherheit zu erteilen, wie offiziell bekannt gegeben wurde. Nach Angaben des rumänischen Präsidenten Traian Basescu behalten die Rumänen aber das Oberkommando über den Stützpunkt.

Die Zahl der dort anwesenden US-Soldaten könne aber auf bis zu 500 aufgestockt werden. Sie sollen sich nach Angaben aus US-Kreisen um drei Batterien mit jeweils acht Flugabwehrraketen des Typs SM-3 kümmern, die im Gefechtsfall zum Abfangen von Raketen im Weltraum außerhalb der Atmosphäre dienen.

2009 hatte Präsident Barack Obama schon die Pläne eines solchen Systems angekündigt, nachdem er zuvor das Projekt seines Vorgängers George W. Bush für Abfang- und Radarstellungen in Polen und Tschechien aufgegeben hatte. Die Strategieänderung wurde damit begründet, dass sich die militärische Bedrohung verschoben hätte. Aus Staaten wie Iran oder Nordkorea drohe weniger ein Angriff mit Interkontinentalgeschossen als mit Mittel- oder Kurzstreckenraketen.

Die Regierung von Russland reagiert auf die militärischen Pläne der USA verärgert. Das Außenministerium in Moskau bedauere, dass „die praktischen Schritte des Raketenabwehrsystems in Europa außerhalb des russisch- amerikanischen Dialogs unternommen werden“. Moskau werde aufmerksam beobachten, ob dies ein Gefahr für seine strategischen Atomstreitkräfte sein könnte. Für diesen Fall wünscht sich Moskau von Washington Sicherheitsgarantien. Der russische Botschafter bei der Nato, Dimitrij Rogozin, bezeichnte den Stützpunkt in Anspielung auf den Vornamen des rumänischen Präsidenten Traian Basescu ein „traianisches Pferd“.

All das klingt nach Moskauer Imponiergehabe. Doch Rogozin ist für seine extremen Stellungnahmen bekannt. Moskaus offizielle Erklärung ist im Vergleich zu früheren Äußerungen fast eine nette Reaktion. Unter der amerikanischen Bush-Regierung hatte Russland noch gewarnt, als Antwort auf die US-Pläne Iskander-Raketen in Kaliningrad zu stationieren – in einer russischen Oase also, die von Staaten der NATO umgeben ist. Jetzt aber räumen selbst russische Militärexperten ein, dass sie nicht wirklich besorgt seien.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Süddeutsche Zeitung“, sueddeutsche.de

Schlagwörter: Rumänien, Raketen, Raketenabwehr, Schutzschild, USA, Stützpunkt, Deveselu, Bukarest, Weltraum, Iran, Bedrohung, Mittelstreckenraketen, Russland, Moskau, Militär, Nordkorea