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Somalia: Attentat nahe der türkischen Botschaft

Meldung vom 08.12.2011

Mindestens fünf Menschen wurden bei einem Attentat in Mogadischu getötet. In den letzten Tagen starben bei Kämpfen im Süden Somalias Dutzende Menschen. Kenia greift wieder aus der Luft Rebellenstellungen an.

Der Selbstmordanschlag wurde im Zentrum der somalischen Hauptstadt Mogadischu verübt. Polizisten hielten ein verdächtiges Auto 50 Meter von der türkischen Botschaft entfernt an und nahmen den Fahrer fest. Auf der Polizeistelle gab er zu, Sprengstoff im Auto zu haben. Die Polizisten führten ihn zum Fahrzeug zurück. Dort gelang es dem Mann, den Sprengsatz im Auto zu zünden. Nach dem Attentat soll es zu Schusswechseln gekommen sein.

Das genaue Motiv der Tat steht noch nicht fest. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Al-Schabaab-Miliz hinter dem Anschlag steckt. Da der Ort des Anschlags sich nahe der türkischen Botschaft befand, könnte ein Zusammenhang damit bestehen. Denn die Türkei war der erste Staat, der in Mogadischu wieder eine Botschaft eröffnet hatte. Der türkische Premierminister Tayyip Erdogan hatte zudem im August ein Zeichen gesetzt und als erster Staatschef seit über zwei Jahrzehnten die somalische Hauptstadt besucht.

Wenige Tage zuvor sind in der Stadt Hayo, im von islamistischen Al-Schabaab-Milizen kontrollierten Süden Somalias, weitere Kämpfe ausgebrochen. Dabei sind elf Soldaten der international anerkannten somalischen Übergangsregierung und mehr als 40 Rebellen gestorben.

Außerdem nahm die kenianische Luftwaffe weitere Angriffe auf Stellungen der Milizen in Südsomalia vor. Ein kenianischer Militärsprecher gab bekannt: „Kampfjets haben zwei Lager der Al-Schabaab im Süden der Rebellenhochburg Afmadov angegriffen.“ Dabei kamen Rebellen ums Leben und Fahrzeuge wurden zerstört. Nach Angaben des kenianischen Militärs waren aber keine Truppen Kenias in die Bodengefechte am Wochenende verwickelt.

Vor acht Wochen hatte Kenia mit einer Bodenoffensive im Nachbarland Somalia begonnen um – so die offizielle Erklärung – Anschläge und Entführungen der Al-Schabaab-Rebellen auf kenianischem Territorium zu beenden. Dazu hätte die somalische Zentralregierung ihre Zusage erteilt. Die Offensive war aber ins Stocken geraten. Gründe dafür waren starke Regenfälle und das Fehlen einer klaren Strategie, so die Einschätzung von Diplomaten. Das kenianische Militär verfügt allerdings über eine gute Kriegsausrüstung.

Mit der Operation im Nachbarland ging Kenia ein hohes Risiko ein: 2006 hatte Äthiopien versucht, gegen die Al-Schabaab-Miliz vorzugehen, musste aber 2009 erfolglos wieder abziehen. Die Milizen beherrschen weiterhin den Südwesten des Landes und bewegen sich mit ihren Terroraktionen in den Grenzgebieten – sowohl zu Äthiopien als auch zu Kenia.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Presse“, diepresse.com

Schlagwörter: Somalia, Anschlag, Türkische Botschaft, Mogadischu, Luftangriff, Al-Schabaab-Miliz, Terror, Hayo, Kenia, Rebellen, Selbstmordanschlag, Offensive