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Afghanistan: Viele Anschläge – USA verstärken Geheimdienst

 
Meldung vom 16.08.2012

Nach mehreren heftigen Anschlagserien in Afghanistan verstärken die USA die Präsenz ihres Geheimdienstes. Dieser soll verhindern, dass aus den Reihen der verbündeten afghanischen Sicherheitskräfte Anschläge auf NATO-Soldaten verübt werden.

Das gab US-Generalstabschef Martin Dempsey am Dienstag, den 14.08.2012, bekannt. Auch innerhalb der afghanischen Sicherheitskräfte werde der Geheimdienst aufgestockt. Dort seien bereits Hunderte Soldaten entlassen worden, bei denen ein Verdacht auf Radikalisierung bestand. So sei die Loyalität afghanischer Soldaten angezweifelt worden, die mehrfach nach Pakistan gereist seien. Dort unterhalten Kämpfer der Al-Kaida und mit ihnen verbündete Extremisten ihre Trainingslager.

Erst am Freitag, den 10.08.2012, waren in Afghanistan bei zwei Anschlägen insgesamt sechs US-Soldaten getötet worden. In einem Fall hatten mehrere afghanische Polizisten drei Marineinfanteristen umgebracht, nachdem sie die US-Soldaten zu einem Fastenbrechen während des Ramadan eingeladen hatten.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta erklärte, er sei zutiefst besorgt über die Entwicklung. Es seien nicht nur die Opfer zu betrauern, sondern es stünde auch die Partnerschaft zwischen den USA und Afghanistan auf dem Spiel.

Die wachsende Zahl der Anschläge sät Misstrauen zwischen der afghanischen Führung und der NATO, und das zu einem Zeitpunkt, da die ausländischen Kampftruppen damit beschäftigt sind, bis 2014 die Verantwortung für die Sicherheit an Afghanistan zu übergeben.

Zaranj, die Hauptstadt der Provinz Nimroz, wurde von einer Anschlagserie erschüttert. Eine Gruppe von elf Attentätern hatte sich vorgenommen, an verschiedenen Orten der Stadt simultan einen Sprengsatz zu zünden. Sicherheitskräfte haben aber in der Nacht zwei von ihnen erschossen und drei festgenommen. Am nächsten Tag wurden dann drei weitere Attentäter getötet. Drei von ihnen war es aber gelungen, sich in die Luft zu sprengen.

Dabei seien bis zu 36 Menschen mit in den Tod gerissen worden und mindestens 66 wurden verletzt, sagte Provinzgouverneur Abdul Karim Brahawi. Ein Attentäter betätigte die Zündung nach Polizeiangaben vor einem Krankenhaus, zwei weitere auf einem Basar. Der Markt sei voller Menschen gewesen, die für das Fastenbrechen einkaufen wollten.

Die Provinz an der Grenze zum Iran galt bisher als relativ friedlich. Für die Anschläge zeigte sich zunächst niemand verantwortlich. Vermutlich waren es aber die Taliban. Dass die relativ stabile Grenzregion Ziel der Aufständischen war, schürt erneut die Furcht vor einer Rückkehr des Bürgerkrieges nach dem Abzug der NATO-Truppen.

Wenige Stunden nach der Anschlagsserie in Zaranj fielen in der Provinz Kunduz im Norden Afghanistans zehn Menschen einer Bombenexplosion zum Opfer. Ein ferngezündeter Sprengsatz sei auf dem wichtigsten Markt im Bezirk Arji hochgegangen, teilte ein Polizeisprecher mit. In Fayzabad in der nordöstlichen Provinz Badakhshan wurden ein Bezirksgouverneur und vier seiner Leibwächter bei einem Angriff aus dem Hinterhalt umgebracht, wie ein Behördenvertreter angab.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 US-Soldaten bei einem Anschlag getötet




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Reuters“, reuters.com

Schlagwörter: Afghanistan, USA, Anschläge, Anschlagserie, Geheimdienst, Maulwürfe, ISAF, NATO, Extremisten, Martin Dempsey, Ramadan, Fastenbrechen, Zaranj, Nimroz, Attentat, Selbstmordattentat, Markt, Taliban, Bürgerkrieg, Leon Panetta, Sprengsatz, Kunduz, Übergabe, Rückzug