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Südsudan: 120.000 Flüchtlinge nach ethnischen Auseinandersetzungen

Meldung vom 19.07.2013

Nach Kämpfen zwischen verschiedenen Stämmen im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei muss sich die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in dem Ort Bor um Hunderte Verwundete kümmern. Gleichzeitig bemühen sich die Mitarbeiter, zu Tausenden Menschen zu gelangen, die vor Gewalt im Bezirk Pibor geflohen sind. Rund 120.000 Menschen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.

Seit knapp zwei Wochen kämpfen bewaffnete Mitglieder der Nuer und Murle gegeneinander. Wie viele Menschen bei den jüngsten Auseinandersetzungen ums Leben gekommen sind oder verwundet wurden, ist noch nicht zu überblicken. Seit dem 14. Juli engagieren sich chirurgische Teams von Ärzte ohne Grenzen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) im Krankenhaus von Bor. Sie behandeln Patienten, die aus Manyabol, wo verfeindete Gemeinden gegeneinander vorgehen, in das Krankenhaus eingeliefert werden.

„Derzeit behandeln wir mit Unterstützung der Gesundheitsbehörden 176 Verwundete“, meldete Raphael Gorgeu, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen. „128 von ihnen haben Schussverletzungen. Bisher haben wir 34 chirurgische Eingriffe vornehmen müssen. Wir erwarten weitere Verletzte. Unsere Priorität ist es jetzt, die Patienten, die eine postoperative Behandlung brauchen, in unsere größeren Hilfsprogramme in Lankien, Nasir und Leer zu fliegen. Sieben Patienten wurden bereits verlegt.“

Tausende Menschen sind noch völlig abgeschnitten von Hilfe, sie haben sich in unsicheren und mit Malaria verseuchten Sümpfen zurückgezogen. Die Vertriebenen sitzen dort ohne sauberes Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung fest.

Rund 120.000 Menschen seien in die Umgebung der Stadt Pibor ausgewichen, nachdem es im Juni im Bezirk zu Kämpfen zwischen der Südsudanesischen Armee (SPLA) und bewaffneten Milizen kam.

„Die Menschen haben Angst in die Städte zu kommen, deshalb ist es wichtig, dass wir sie vor Ort versorgen“, erklärte John Tzanos, Leiter des Teams von Ärzte ohne Grenzen im Bezirk Pibor. Schon Anfang Juli 2013 hatte das Team in der Stadt Boma, in der es auch zu Gewaltausbrüchen kam, eine kleine Klinik aufgebaut. Ärzte ohne Grenzen unterhält außerdem einen Gesundheitsposten in Gumuruk. Das Krankenhaus der Hilfsorganisation in Pibor-Stadt wurde im Mai gezielt attackiert und zerstört.

„Die angebotene Hilfe liegt derzeit in vielen Gebieten weit unter den Bedürfnissen der Bevölkerung“, meint Gorgeu. Zwar haben die Behörden den Zugang zu den Verletzten erlaubt, dennoch erschweren die instabile Sicherheitslage und der Beginn der Regenzeit die Hilfsmaßnahmen im Bundesstaat Jonglei.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Entwicklungspolitik Online“, epo.de

Schlagwörter: Südsudan, Flüchtlinge, ethnische Auseinandersetzungen, Stammeskämpfe, Nuer, Murle, Verletzte, Verwundete, Jonglei, Bor, Pibor, Regenzeit, Sümpfe, Malaria