Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Afghanistan: Opferzahlen gestiegen

Meldung vom 01.08.2013

Nachdem im vergangenen Jahr ein Rückgang der zivilen Opfer im Afghanistan-Krieg verbucht wurde, hat die Zahl der Toten im ersten Halbjahr 2013 wieder deutlich zugenommen. Bis Ende Juni seien 1.319 Zivilisten ums Leben gekommen, 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, gab die Mission der Vereinten Nationen (Unama) am Mittwoch (31.07.2013) in Kabul bekannt. 2.533 Unbeteiligte sind verwundet worden, das macht 28 Prozent mehr aus.

Die Menschenrechtsdirektorin von Unama, Georgette Gagnon, stufte die stark gestiegene Zahl der Opfer unter Frauen und Kinder als „besonders beunruhigend“ ein. 106 Frauen seien ermordet und 241 verletzt worden. Das sei ein Zuwachs von 61 Prozent. Die meisten weiblichen Opfer seien bei Kämpfen zwischen die Fronten geraten.

231 Kinder seien, meist durch Sprengsätze, in den Tod gerissen worden, 529 seien verletzt worden – das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zivile Regierungsmitarbeiter, die von den Aufständischen gezielt attackiert werden, hätten 76 Prozent mehr Opfer zu verzeichnen: Bei 103 Angriffen seien 114 Menschen umgebracht und 324 verletzt worden. Für 74 Prozent aller Toten und Verletzten zog Unama Aufständische wie die Taliban zur Verantwortung, für neun Prozent müssten die ausländischen und afghanischen Sicherheitskräfte geradestehen. Zwölf Prozent seien bei Gefechten ins Kreuzfeuer geraten. Der Rest der Todesursachen konnte nicht klar festgestellt werden.

Das Pentagon schätzt, dass die afghanische Armee auch nach dem Abzug der US-Truppen Ende 2014 internationale Hilfe benötigen wird. Im Kampf gegen die Taliban werde die Armee auf „substanzielles Training, Beratung und Unterstützung“ sowie Geld angewiesen sein, heißt es im Halbjahresbericht des Verteidigungsministeriums. Zwar habe die afghanische Armee sich zum Positiven entwickelt. Ob dies aber nachhaltig sei, kann man erst dann einschätzen, wenn die genaue Zahl und Struktur der nach 2014 im Lande verbleibenden US- und NATO-Truppen feststehen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Tagesspiegel“, tagesspiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Opfer, zivile Opfer, Unama, Statistik, Tote, Kinder, Frauen, Taliban, Abzug