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Philippinen: Apokalyptische Zustände – Hunger, Seuchen, Gestank

 
Meldung vom 12.11.2013

Die Situation auf den Philippinen nimmt apokalyptische Ausmaße an. Taifun-Überlebende sind verzweifelt, Helfer schaffen es nicht, zu ihnen vorzudringen. Die Verwüstungen auf den Philippinen behindern die Verteilung von Hilfsgütern enorm. Die Polizei rechnet mit Anarchie, es besteht Seuchengefahr. Die Behörden registrierten mindestens 1.774 Tote. Leichen liegen überall, Ortschaften sind völlig abgeschnitten, kilometerweit nur Trümmerfelder.

Retter und Helfer schaffen es nach dem verheerenden Taifun Haiyan nur langsam, zu den Hunderttausenden Opfern in den verwüsteten Regionen auf den Philippinen zu gelangen. Hilfsmaßnahmen aus aller Welt starten, dennoch kommt die Versorgung mit dem Nötigsten nach dem Sturm kaum voran. Die philippinische Regierung erklärte die Region zum Katastrophengebiet. Leichen säumen die Wege, die Seuchengefahr wächst rapide. Auf vielen Straßen stapelt sich der Schutt meterhoch.

Die meisten der Opfer ertranken in tsunamiartigen Flutwellen. Mehr als 2.000 Menschen erlitten Verletzungen. Hilfsorganisationen rechnen mit mehr als 10.000 Toten. Die Katastrophenschutzbehörde der Philippinen spricht von 9 Millionen Betroffenen. Darunter befänden sich 1,7 Millionen Kinder.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino bat seine Landsleute eindringlich: „Ich versichere allen: Die Hilfe kommt in den nächsten Tagen schneller an. Ich appelliere an alle: bleibt ruhig, betet und helft einander. Nur so können wir diese Tragödie meistern.“

Doch diese Worte reichen vielen in ihrem Elend nicht. Geschäfte werden ausgeraubt, ein Hilfskonvoi wurde nach Angaben des Roten Kreuzes überfallen und leer geräumt. „Die Sicherheitslage wird eine immer größere Herausforderung“, erklärte der Sprecher des UN-Ernährungsprogramms, Greg Barrow, via Twitter. „Die Bevölkerung bewegt sich vom Land in die Stadt auf der Suche nach Wasser, Essen, Hilfsmitteln.“ Polizeisprecher Reuben Sindac berichtet im Fernsehen: „Die Leute sagen, die Situation zwingt die Menschen zu Verzweiflungstaten. Wir haben Verständnis, aber wir können keine Anarchie akzeptieren.“

Die Versorgungslage ist auch deswegen so schwierig, weil der Flughafen von Tacloban auf den Philippinen teilweise in Trümmern liegt. Die ganz großen Maschinen können dort keine Landung mehr vornehmen. Die ersten Flugzeuge transportierten Bagger und Kräne, dann landete medizinisches Personal. Im fast eingestürzten Flughafengebäude wurde offensichtlich eine Notklinik errichtet. Eine DRK-Sprecherin bezeugt: Der Flughafen von Tacloban befindet sich zehn Kilometer von der Stadt entfernt. Um nach Tacloban zu fahren, brauche man derzeit sechs Stunden mit dem Auto.

Das Technische Hilfswerk (THW) entsandte ein erstes Team. Fünf Experten verschaffen sich derzeit einen Überblick über die Lage und planen den Hilfseinsatz des THW, teilte die Organisation in Bonn mit. Der Schwerpunkt liegt zunächst darauf, Trinkwasser und Wasseraufbereitungsanlagen in die betroffene Gebiete zu bringen.

Nach drei Tagen in der schwülen Hitze herrscht ein schrecklicher Verwesungsgeruch über dem betroffenen Gebiet, sagte eine Augenzeugin im Radio: „Der Gestank ist entsetzlich, die Kinder halten es nicht mehr aus.“ Die Lokalbehörden heben Massengräber aus, aber angesichts des Elends der Überlebenden gibt es zu wenige Helfer für alle Aufgaben. Tausende Soldaten sind in das Gebiet berufen worden, darunter auch die US-Armee.

Reporter konnten mit Mopeds zu dem Ort Guiuan gut 100 Kilometer südöstlich von Tacloban vordringen, wo der Taifun als erstes auf Land traf. Fast alle Häuser und Hütten sind komplett vernichtet. Panik trifft man dort allerdings nicht mehr an – vielmehr bewegen sich die Menschen wie betäubt durch die Straßen. Einige wühlen in den Trümmern, die kilometerlang die Küste bedecken, nach Brauchbarem.


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 Philippinen: Die Not nach dem Sturm




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Frankfurter Rundschau“, FR-online.de

Schlagwörter: Philippinen, Sturm, Taifun, Haiyan, Zerstörung, Verwesung, Leichen, Anarchie, Seuche, Seuchengefahr, Massengräber, Soldaten, Hilfsorganisationen, Trümmer, Hunger, Durst, Trinkwasser, Wasseraufbereitung, Katastrophe, Benigno Aquino, Flughafen, Tacloban, Plünderung, Opfer, Tsunami, Technisches Hilfswerk, Guiuan, Gestank