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Afghanistan: US-Luftangriff verhärtet die Fronten

Meldung vom 29.11.2013

Bei einem US-Luftangriff in Afghanistan ist ein Kind ums Leben gekommen. Das tragische Unglück ereignet sich zu denkbar schlechter Zeit, denn es verschärft den Streit zwischen Washington und Kabul um das geplante Sicherheitsabkommen.

„Solange solche willkürlichen Taten und die Unterdrückung durch ausländische Truppen andauern, wird das Sicherheitsabkommen mit den Vereinigten Staaten nicht unterzeichnet“, betonte der afghanische Präsident Hamid Karzai erneut. „Dieser Angriff zeigt, dass die amerikanischen Truppen das Leben und die Sicherheit des afghanischen Volkes und die Entscheidung der Loja Dschirga nicht respektieren.“

Karzais Büro gab an, eine US-Drohne habe am Donnerstag (28.11.2013) in der Provinz Helmand das Feuer auf ein Wohnhaus eröffnet. Dabei seien ein zwei Jahre altes Kind getötet und zwei Frauen verletzt worden. Das umstrittene Sicherheitsabkommen ist Basis für den Einsatz ausländischer Soldaten in Afghanistan nach dem Abzug der NATO-Kampftruppen Ende 2014. Die USA verlangen, dass Karzai es noch in diesem Jahr signiert, und drohen ansonsten mit einem Total-Abzug. Karzai will diese Entscheidung auf seinen Nachfolger nach der Wahl im April 2014 übertragen.

Eine Große Ratsversammlung (Loja Dschirga) in Kabul hatte das Abkommen am Sonntag im Prinzip bewilligt und Karzai ebenfalls zu einer Unterzeichnung noch in diesem Jahr geraten. Die Delegierten wandten sich allerdings auch dagegen, dass ausländische Truppen in afghanische Häuser eindringen dürfen. Karzai stellte anschließend diese und weitere Bedingungen an die USA. Washington entgegnet, das Abkommen sei fertig ausgehandelt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Focus Online“, focus.de

Schlagwörter: Afghanistan, Luftangriff, US-Luftangriff, Drohne, Kind, Opfer, USA, Loja Dschirga, Hamid Karzai, Helmand, Wohnhaus, NATO, Sicherheitsabkommen, Total-Abzug, Abzug