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Mexiko: Zehntausende protestieren gegen Präsident Nieto

Meldung vom 03.12.2013

Anlässlich des ersten Jahrestags des Amtsantritts von Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto haben sich am Sonntag (01.12.2013) rund 40.000 Regierungsgegner zu einer Kundgebung in Mexiko-Stadt zusammen gefunden. Tausende Lehrer und Gewerkschafter kamen auf den Aufruf des linken Oppositionsführers Andres Lopez Obrador hin, der Pena Nieto bei der Präsidentenwahl vergangenes Jahr unterlegen war.

Die öffentliche Kritik zielte insbesondere auf die geplante Öffnung des staatlichen Ölsektors für ausländische Investoren. „Wir sind hier, um einen großen Raub zu verhindern“, empörte sich Lopez Obrador.

Pena Nieto hatte nach seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2012 eine Reihe struktureller Reformen in Aussicht gestellt. Die Öffnung des Energiesektors ist im Rahmen der Vorhaben das heißeste Eisen.

Die staatliche Ölgesellschaft Pemex generiert rund ein Drittel der Mittel im Staatshaushalt. Die linke Opposition beschuldigt Pena Nieto, er wolle den Ölkonzern privatisieren. „Verkauf deinen Körper. Das Öl gehört mir“, war auf einem Plakat bei der Kundgebung zu lesen.

Pena Nieto hatte sich für seine Reformvorhaben mit Teilen der Opposition auf einen „Pakt für Mexiko“ verständigt. Die Umsetzung ruft jedoch bei linken Gruppen starken Widerstand hervor. Der Präsident teilte am Sonntag mit, die Realisierung der Reformen stünde an erster Stelle für seine Regierung. Sie seien die Grundlage, damit sich in Mexiko in den kommenden Jahren und Jahrzehnten schnelleres und dauerhaftes Wirtschaftswachstum ausbreite.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Der Standard“, derStandard.at

Schlagwörter: Mexiko, Proteste, Enrique Pena Nieto, Amtsantritt, Pemex, Erdöl, Privatisierung, Andres Lopez Obrador, Widerstand, Reformen, Wirtschaft, Investoren, Ölsektor, Mexiko-Stadt, Demonstration, Kundgebung