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Südsudan: Regierungsarmee hat die Stadt Bor eingenommen

 
Meldung vom 21.01.2014

Im Südsudan herrscht Krieg. Besonders einzelne Städte, die strategische Punkte bilden, stehen im Kreuzfeuer. Mit der Hilfe ugandischer Soldaten gewinnen die Truppen von Präsident Kiir derzeit Boden. Es gelang ihnen, die Stadt Bor zurückzuerobern. Schätzungen gehen von hunderten von Toten bei der Schlacht um Bor aus.

Die Regierungsarmee des Südsudan hat gemeinsam mit Ugandas Truppen die Stadt Bor, 190 Kilometer nördlich von Südsudans Hauptstadt Juba gelegen, unter ihre Kontrolle gebracht. Bor, Hauptstadt der Provinz Jongolei, gilt als ist ein strategisch wichtiger Ort am Nil. „Das zerstört den Plan, Juba anzugreifen“, erklärte ein SPLA-Sprecher.

Gleichzeitig würden SPLA-Truppen sich bemühen, die Rebellen aus der wichtigen Stadt Malakal zu verdrängen. Malakal, Hauptstadt der Upper-Nile-Provinz, ist die Stadt, die den wirtschaftlich wichtigen Ölfeldern im Norden des jüngsten Landes der Welt am nächsten liegt. Eine weitere zentrale Stadt, Bentui, wurde bereits vor zehn Tagen von der Armee wieder besetzt.

Bor stand seit Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen Regierungstruppen unter Präsident Salva Kiir, einem Dinka, und Rebellen unter Führung von Ex-Vizepräsident Riek Machar, einem Nuer, im Dezember mehrfach unter wechselnder Herrschaft. Dieses Mal scheinen die Kämpfe besonders heftig abgelaufen zu sein. Es seien „viele gestorben“, berichtet ein Augenzeuge, ohne genaue Zahlen zu wissen. Alle Bewohner hätten Bor verlassen, sie sei jetzt eine Geisterstadt.

Ugandas Armeesprecher Paddy Ankunda fügte hinzu, ugandische Truppen (UPDF) hätten die südsudanesische Armee unterstützt, Bor zurückzuerobern. Über die Zahl ugandischer gefallener Soldaten schwieg er. Einige Medien in Uganda beziffern die Opfer mittlerweile auf fast 350 getötete Soldaten seit der Entsendung ins Nachbarland vor knapp einem Monat. Die Intervention Ugandas auf Seiten von Präsident Kiir gegen Machars Rebellen wird skeptisch betrachtet. Ugandas Parlament wurde nicht wirklich in die Entscheidung zu der Militäraktion miteinbezogen und durfte die Mission nur im Nachhinein absegnen.

Ivan Simonovic, UN-Generalsekretär für Menschenrechte, erklärte nach einer Südsudan-Reise: „Tausende Menschen wurden getötet, Hunderttausende sind vertrieben.“ Während der Reise hatte er in Bor und Bentiu Station gemacht. Über 50.000 hätten die Flucht in benachbarte Länder ergriffen. „Ich habe den Horror gesehen. Zerstörung und Tod ist überall in Bentiu, das nun eine Geisterstadt ist, ich sah selbst 15 Leichen auf der Straße liegen“, bezeugte Simonovic.

Die Friedensverhandlungen in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba kommen indes kaum vom Fleck. Für einen Waffenstillstand gibt es inakzeptable Vorbedingungen. Machars Delegierte verlangen die Freilassung der politischen Gefangenen. Präsident Kiir lehnt das ab. So kann den Krieg nichts stoppen.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Südsudan, Krieg, Bürgerkrieg, Stadt, Bor, Malakal, Bentiu, Armee, Uganda, ugandische Truppen, Intervention, Juba, Eroberung, Salva Kiir, Friedensverhandlungen, Addis Abeba, Geisterstadt, Flüchtlinge, Tote, Ivan Simonovic, Rebellen, UN-Generalsekretär, Dinka, Nuer, ethnische Kämpfe