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Afghanistan: Regierung lehnt Asyl für 476 afghanische Helfer ab

Meldung vom 07.05.2014

Aus Furcht vor Vergeltung durch die Taliban bemühen sich viele afghanische Helfer der Bundeswehr um eine Einreiseerlaubnis nach Deutschland. Bisher wurden jedoch erst 300 Anträge angenommen.

Die Bundesregierung hat bislang die Anträge auf Einreise nach Deutschland von 476 Afghanen zurückgewiesen, die für die Deutschen in Afghanistan tätig waren. Die Ablehnung erfolgte, obwohl die Ortskräfte nach eigenen Aussagen in Zukunft in ihrer Heimat gefährdet wären. Die Gesuche von 300 weiteren Ortskräften habe man hingegen angenommen, lautete es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion. 110 von diesen Ortskräften sind bisher tatsächlich nach Deutschland gekommen, mit ihnen durften auch 242 Familienangehörige einreisen.

Die Zahlen entsprechen dem Ministerium zufolge dem Stand Mitte April 2014. Rund 200 Anträge sind demnach noch im Prüfvorgang. Bei den Antragstellern geht es um Afghanen, die in ihrem Heimatland Vertretern Deutschlands gedient haben – vor allem der dort stationierten Bundeswehr. Viele von ihnen sind in Sorge, wegen ihrer Arbeit für ausländische Truppen von den Taliban umgebracht zu werden.

Jeder der Anträge wird nach Angaben des Bundesinnenministeriums individuell behandelt. Ist zu erkennen, dass der Antragsteller latent oder konkret um sein Leben fürchten muss, werde eine Aufnahmezusage für Deutschland erteilt, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Die Eingereisten würden dann einem Bundesland zugeordnet und könnten sich einem Integrationskurs unterziehen.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Luise Amtsberg kritisierte die Bundesregierung, die Bestimmungen für die Aufnahme der Ortskräfte „zu restriktiv“ auszulegen. „Eine Bedrohungslage ist nur dann eindeutig nachzuweisen, wenn es zu spät ist“, bemängelte sie. „Ich fordere die Bundesregierung auf, ihre Fürsorgepflicht für die lokalen MitarbeiterInnen ernst zu nehmen.“

Anders als die Bundesregierung hatten Länder wie Großbritannien und die USA von Beginn an mehr Bereitschaft zur Aufnahme der Ortskräfte gezeigt und Anträge möglicherweise gefährdeter Ortskräfte weniger skeptisch geprüft als die Deutschen. Zu Stoßzeiten hatten die deutschen Streitkräfte bis zu 1.500 Afghanen in ihrem Dienst, dazu gehörten insbesondere Wachpersonal und Dolmetscher. Diese sind nach dem Truppenabzug einem besonders hohem Lebensrisiko ausgesetzt.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Afghanistan, Asyl, Einreise, Ortskräfte, einheimische Helfer, Bundeswehr, NATO, ISAF, Anträge, Ablehnung, Einreiseerlaubnis, Integrationskurs, Heimat, Taliban, gefährdet, Antragsteller, Familie, Wachpersonal, Dolmetscher, Bundesinnenministerium