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Uganda: Rache an einem Krokodil

 
Meldung vom 09.02.2015

In Uganda werden Krokodile immer mehr zu einem Problem für Menschen. Da die Gewässer oft leergefischt sind, greifen die Krokodile auch Menschen an und reißen sie ins Wasser. Vor vier Monaten ging die hochschwangere Frau Demeteriya Nabire in der Nähe ihres Dorfes am Kyogasee in Uganda Wasser holen. Sie wurde von einem Krokodil in den See gerissen und gefressen.

Ihr Mann Mubarak Batamuze war verzweifelt. „Nichts von meiner Frau wurde jemals wieder gesehen – keine Kleidung, keine Teile ihrer Leiche, die ich hätte identifizieren können. Das war der Weltuntergang für mich.“ Doch vor ein paar Monaten informierte ihn ein Dorfbewohner, dass er genau dieses Krokodil entdeckt habe. Der Fischer lief mit ein paar Freunden zu dem See und konnte es ebenfalls dort erkennen.

„Es war ein ziemlich großes Monster, und wir haben versucht, es mit Steinen und Stöcken zu bekämpfen.“ Doch das Tier ließ sich nicht vertreiben. Doch aufgeben kam für den Witwer nicht in Frage. Er ging zum Dorfschmied und lies sich einen speziellen Speer mit Widerhaken herstellen.

Mit dem Speer bewaffnet wagte er sich erneut zum See, hatte aber dennoch Furcht. Seinen Freunden erging es ähnlich. „Bitte greif das Biest nicht an, es wird dich töten“, baten sie ihn. „Der Speer reicht nicht aus, um das zu Ende zu bringen.“

Doch Mubarak Batambuze ging auf das Krokodil los. „Ich habe den Speer in die Seite des Krokodils geschleudert. Und während meine Freunde Steine auf das Tier geschmissen haben, hat es versucht, nach mir zu schnappen. Ich hatte Todesangst.“

Anderthalb Stunden rangen Mubarak und seine Freunde mit dem riesigen Krokodil, bis es schließlich verendete. Abgekämpft kamen sie ins Dorf zurück. „Was wirklich jeden überrascht hat, war die Größe des Tieres. Das war kein gewöhnliches Krokodil.“ Mehr als vier Meter lang und 600 Kilogramm schwer sei das Reptil gewesen, erläuterte ein ugandischer Wildhüter.

In Uganda wächst seit Jahren die Gefahr durch Riesenkrokodile, die immer öfter auch Menschen anfallen. Der Kadaver des erlegten Reptils wurde inzwischen zur Makarere-Universität in Kampala überführt und untersucht. Im Magen machten Tierärzte einen Schienbeinknochen ausfindig. Einem australischen Krokodilexperten zufolge ist es jedoch kaum nachweisbar, dass dieser von Demeteriya Nabire stammt.

In seinem Dorf wird der Mann inzwischen als Held bejubelt. Er ist allerdings ein zerbrochener Held. „Ich bin ein deprimierter Mann, weil ich meine Frau und mein ungeborenes Kind verloren habe.“






Quelle: „Berliner Kurier“, www.berliner-kurier.de

Schlagwörter: Uganda, Krokodil, Rache, Beute, Fische, leergefischt, Umwelt, Natur, Naturschutz, Kampf, Gefahr, Reptil, Menschen, Kyogasee