Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Global: Flüchtlingszahlen auf Rekordstand

Meldung vom 03.07.2015

Auf dem Mittelmeer spitzt sich das Flüchtlingsdrama zu. Das UN-Flüchtlingshilfswerk warnt: Die Zahl der Flüchtlinge, die übers Mittelmeer nach Europa gelangen, geht auf einen neuen Rekordstand zu.

In diesem Jahr sind bereits 137.000 Menschen unter Lebensrisiko über das Mittelmeer zu europäischen Küsten aufgebrochen. Das macht 83 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf angab. Parallel dazu stiegen die Opferzahlen: 1.867 Menschen ertranken in diesem Jahr bei der Flucht auf dem Meer, davon allein 1.308 im April. Nachdem die EU angesichts des tragischen Ausmaßes an Ertrunkenen im April ihre Such- und Rettungseinsätze intensiviert hatte, sanken die Opferzahlen nach UN-Angaben deutlich. Im Mai waren demnach nur noch 68 Tote zu beklagen, im Juni zwölf.

Nach UN-Angaben gibt es inzwischen eine Veränderung bei den Flüchtlingsströmen. Immer mehr Flüchtlinge versuchen derzeit, von der Türkei aus per Boot nach Griechenland zu kommen. Diese Gruppe ist nach aktuellem Stand weitaus größer, als die der Migranten, die von Nordafrika aus in Richtung Italien aufbrechen. Während in Italien im Vorjahr mit 170.000 Menschen mehr als drei Viertel aller Bootsflüchtlinge Europa erreichten, waren es im ersten Halbjahr dieses Jahres 67.500. In Griechenland dagegen strandeten im gesamten Jahr 2014 bereits 43.500 Flüchtlinge, in diesem Jahr allein 68.000.

„Europa erlebt eine maritime Flüchtlingskrise von historischem Ausmaß“, gab das Hilfswerk bekannt. UN-Flüchtlingskommissar António Guterres stellte fest, die meisten Flüchtlinge seien keine Wirtschaftsflüchtlinge. Die meisten der Migranten versuchten vielmehr Kriegen, Gewalt und Verfolgung zu entkommen. Ein Drittel der Bootsflüchtlinge stammt aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Jeweils zwölf Prozent verließen Afghanistan und Eritrea. Viele weitere Flüchtlinge kamen aus Somalia, Nigeria, dem Irak und Sudan.

Die UN-Organisation geht davon aus, dass die Zahl der Mittelmeer-Flüchtlinge in den nächsten Monaten sogar noch wachsen wird. Bisher wurden in der zweiten Jahreshälfte teils doppelt so viele Menschen registriert wie im ersten Halbjahr, unterstrich Guterres.

In Berlin beschwerte sich der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi über die ablehnende Haltung in der Europäischen Union, Flüchtlinge aufzunehmen. Angesichts der zunächst gescheiterten Regelung für verbindliche Quoten zur Verteilung von Flüchtlingen verglich Renzi den EU-Gipfel in der Vorwoche mit einem „Festival der Egoisten“. „Es ist eine lächerliche Diskussion, die hier abläuft.“ Italien hat mit Griechenland am meisten unter der Flüchtlingsproblematik zu leiden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wandte sich wegen der Problematik erneut an die EU-Mitglieder und bat um Zusammenarbeit. Nach dem Austausch mit Renzi plädierte sie für eine „faire Verteilung der Flüchtlinge in Europa“.




Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de

Schlagwörter: Globale Projekte, Flüchtlinge, Mittelmeer, Flüchtlingsströme, Europa, UNHCR, UN-Flüchtlingshilfswerk, Griechenland, Italien, Ertrunkene, Rettungseinsätze, Bootsflüchtlinge, Matteo Renzi, Angela Merkel, EU-Mitglieder, Quote, Verteilung, Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia, Nigeria, Irak, Sudan