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Afghanistan: Anschlag überschattet Besuch von Thomas de Maizière

 
Meldung vom 02.02.2016

Bundesinnenminister Thomas de Maizière befindet sich in spezieller Mission in Afghanistan. Er will die afghanische Regierung dazu bewegen, abgelehnte Asylbewerber schneller zurückzunehmen. Doch an eigenem Leibe erfährt der Innenminister, wie unsicher die Lage in Kabul ist. Während des Aufenthalts erschüttert eine Explosion das Zentrum der Stadt, in der Nähe des Parlaments werden Tote geborgen.

Das Zentrum der afghanischen Hauptstadt ist erneut von einem schweren Selbstmordattentat unsicher gemacht worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers zündete der Täter seinen Sprengsatz vor einer Polizeistation. Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums, Sedik Seddiki, meldete am Montagabend mindestens zwanzig Opfer. Außerdem seien 29 Menschen verwundet worden. Zuvor hatte der stellvertretende afghanische Innenminister, Ayub Salangi, mit mindestens zehn Toten und 20 Verletzten gerechnet.

Der Anschlag fand während des Besuchs von Bundesinnenminister Thomas de Maizière statt. Der Minister landete am Montag (01.02.2016) in der afghanischen Hauptstadt. Dort will er mit seinem afghanischen Kollegen Noorulhaq Olumi über Möglichkeiten verhandeln, wie die Flüchtlingsströme aus Afghanistan, die nach Deutschland kommen, begrenzt werden können. Zum Zeitpunkt des Anschlags hielt sich de Maizière in der deutschen Botschaft auf und aß dort zu Mittag.

Es sei problematisch, dass die afghanische Bevölkerung und gerade die jungen Leute ihr Land verließen, nur weil in Deutschland wirtschaftlich bessere Chancen winkten, sagte de Maizière zum Auftakt seines Besuchs. „In Afghanistan werden von Schleusern Gerüchte über paradiesische Zustände in Deutschland gestreut, um Geschäfte zu machen. Das alles wollen wir nicht“, betonte der CDU-Politiker.

Afghanen ohne berechtigtes Asylgesuch in Deutschland sollen nach Auffassung des Ministers möglichst freiwillig in ihre Heimat zurückkehren – und zwar in jene Landesteile, die gefahrlos seien. Eventuell könnten diese Menschen vor Ort auch ein Startguthaben erhalten, um sich wieder eine Existenzgrundlage in Afghanistan zu schaffen. Geld für die Heimreise können Flüchtlinge bereits heute anfordern.

„Natürlich ist die Sicherheitslage in Afghanistan kompliziert“, gab de Maizière zu. „Aber Afghanistan ist ein großes Land. Dort gibt es unsichere und sichere Gebiete.“ Die meisten Menschen kämen auch nicht nach Deutschland, weil ihr Leben in Gefahr ist, sondern weil sie sich eine bessere wirtschaftliche Lage erhoffen.

Die Zahl der Afghanen, die nach Deutschland fliehen, ist zuletzt stark nach oben geklettert. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden in Deutschland mehr als 150.000 Afghanen als Asylbewerber gemeldet. Sie machten damit die zweitgrößte Gruppe nach den Syrern aus. Zum Vergleich: 2014 hatten noch etwa 9.700 Menschen aus Afghanistan in Deutschland Asyl beantragt.

Die rasante Entwicklung zeichnete sich auch schon zu Jahresbeginn ab. Allein vom 1. bis 18. Januar wurden nach Angaben aus Regierungskreisen mehr als 12.000 Asylsuchende aus Afghanistan in Deutschland gemeldet.






Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Spiegel Online“, spiegel.de

Schlagwörter: Afghanistan, Flüchtlinge, Asylanten, Thomas de Maizière, Bundesinnenminister, Abkommen, Kabul, Anschlag, Selbstmordattentat, Polizeistation, Abschiebung, Botschaft