Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Afghanistan: USA finanzieren Fernsehserie gegen den Terror

Meldung vom 06.04.2016

Flipper, Bonanza und Dallas – wer erinnert sich nicht an die amerikanischen Serien der 80er, die über die deutschen Bildschirme flimmerten. Die USA verstehen sich auf die Produktion von Fernseh-Serien. Sie sind ein sanftes Medium, um amerikanische Werte zu verbreiten. Nun will das amerikanische Entertainment auch den afghanischen Fernsehmarkt erobern. Doch die Initiative kommt nicht aus der Unterhaltungsbranche, sondern vom Staat: Das US-Außen­mini­sterium beabsichtigt, eine TV-Produktion mit 1,5 Millionen Dollar zu finanzieren. Sie soll in Afghanistan ausgestrahlt werden.

Eine Film- und Fernsehförderung durch den Staat, wie sie in Deutschland praktiziert wird, ist in den USA eigentlich nicht üblich. Dort, wo die Unterhaltungsbranche zu den weltweit erfolgreichsten Exportgütern zählt, war diese Art der Förderung bislang auch überflüssig. Nun aber hegt das US-Außenministerium den Plan, eine TV-Serie zu bezuschussen. Dabei hat doch gerade die vielfältige und kreative US-Serienlandschaft den weltweiten Fernsehmarkt schon längst hinreichend beeinflusst. Bislang ohne Förderung.

Genau dieses Verändungspotenzial könnte die Motivation sein, warum die offizielle Regierungsseite für staatliche Zuschüsse, grants.gov, nun 1,5 Millionen Dollar für die Entwicklung einer „Television Drama Series to Combat Violent Extremism“ (TV-Drama-Serie zur Bekämpfung von gewalttätigem Extremismus) in Auftrag gibt.

Diese Serie soll nämlich nicht im amerikanischen Fernsehen laufen, sondern im afghanischen. Und Ziel dieser Serie ist es, Ursachen des Terrorismus aufzudecken und andere Verhaltensvorgaben anzubieten. Man wolle der jungen afghanischen Generation Auswege aus dem gewalttätigen Extremismus aufzeigen, heißt es in dem Ausschreibungstext.

Konkrete inhaltliche Ideen sind bereits vorgegeben: „Junge Menschen ringen mit den alltäglichen Frustrationen und fehlenden Chancen, während sie durch ihre neuen Erfahrungen wachsen und lernen“, lautet es in der Ausschreibung. Das Publikum soll auf unterhaltsame Weise zu kritischem Denken angeregt werden, „indem sich die Charaktere in Situationen wiederfinden, die sie mit einer Wahl konfrontieren: universelle Werte wie Toleranz und Frieden zu fördern oder in die dunkle Welt des Extremismus gezogen zu werden“.

Damit sollten die dargestellten Figuren als „positive Vorbilder für junge Menschen dienen, die sich mit ähnlichen Dilemmas konfrontiert sehen“. Bis zum 25. Mai 2016 können Produktionsfirmen noch ihre Bewerbung einreichen.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Tageszeitung“, taz.de

Schlagwörter: Afghanistan, TV, Serie, USA, Unterhaltung, Unterhaltungsbranche, Fernsehen, US-Außenministerium, Förderung, Ausschreibung, Terrorismus, Extremismus, Gewalt, junge Generation, Vorbilder, Television Drama Series to Combat Violent Extremism