Unser Service für Sie


 [ » Newsletter ]

[ » zum Kontakt-Formular ]

[ » Material bestellen ]

[ » Geschenke bestellen ]



Videos aus unseren Projekten finden Sie auf unserem Youtube-Kanal.
[ » Gebende Hände – Youtube-Kanal ]


Wenn Sie Kunde von Amazon sind, können Sie Gebende Hände bei jedem Einkauf unterstützen – jedes Mal mit 0,5% des Kaufpreises. [ » Ja, das will ich.]


Philippinen: Was werden die Wahlen im Mai 2016 bringen?

Meldung vom 13.04.2016

Nicht nur die USA sind im Wahlkampf-Fieber: Auch auf der anderen Seite des Pazifiks gehen neue Präsidentschaftskandidaten auf Stimmenfang. Die Wahlen auf den Philippinen sollen am 9. Mai 2016 stattfinden. Und auch hier gehen einige schillernde Persönlichkeiten ins Rennen, die sich in puncto verbaler Entgleisungen durchaus mit den Kandidaten der amerikanischen Vorwahlen messen können.

Herausragend ist beispielsweise das Zitat eines philippinischen Präsidentschaftsanwärters: „Und ich sage: Lasst uns jede Woche fünf Verbrecher hängen, um sie aus dem Wege zu räumen!“ Derartige Sprüche hört man momentan vor allem von Donald Trump zum Thema „illegale Einwanderer“ und „Terroristen“. Der obige Ausspruch stammt jedoch vom Präsidentschaftskandidaten Rodrigo Duterte, der derzeit noch Bürgermeister von Davao City ist. Seine strittigen Theorien zur Kriminalitätsbekämpfung haben ihm den Spitznamen „Dirty Harry“ eingehandelt. Wie Trump gelingt es ihm, seine abstrusen Vorstellungen publikumswirksam in Kampfparolen zu verpacken. So setzt er sich öffentlich für den Einsatz von Todesschwadronen ein, um mutmaßliche Straftäter ohne viel Federlesens zu eliminieren. Unter anderem hat er angekündigt, 100.000 Kriminelle hinzurichten, falls er gewählt werden sollte.

Auch Senatorin Grace Poe rechnet sich Chancen als Präsidentin aus. Ihre Beliebtheit beim Volk beruht aber weniger auf eigene Leistungen als auf der Tatsache, dass sie die Adoptivtochter eines bekannten, mittlerweile verstorbenen Schauspielers ist, der sich einstmals auch für das Präsidentenamt engagierte. Trotzdem sie kaum politische Erfahrung vorweisen kann, ist sie bei der breiten Masse beliebt und daher Spitzenreiterin im Wahlkampf. Gegen sie tritt auch Vizepräsident Jejomar Binay an, dem während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Makati allerdings Korruption nachgesagt wurde.

Ein weiterer ernst zu nehmender Kandidat ist auch Innenminister Mar Roxas II. Ihm hängen bislang keine Skandalgeschichten an und er darf auf die Unterstützung des amtierenden Präsidenten Aquino bauen. Doch als Angehöriger der Oberklasse hat er zu wenig Zugang zu den Problemen der armen Bevölkerung.

Fest steht, dass der neue Präsident vom Amtsinhaber Benigno Aquino III eine gut geführte Regierung übernehmen wird. Während seiner sechsjährigen Amtszeit hat Aquino es geschafft, das Wirtschaftswachstum mit Zuwachsraten von durchschnittlich sechs Prozent zu erweitern, er hat erfolgreich die Korruption bekämpft und die Rechenschaftspflicht der Regierung ausgebaut. Der Erfolg seiner Politik hat sich in Zahlen niedergeschlagen: Die philippinischen Staatsanleihen wurden von allen drei großen Rating-Agenturen als Investment-Grade eingestuft. Damit haben die Philippinen jetzt Indonesien überholt, das zuvor ein besseres Rating genoss.

Trotz der Unterschiede bei Parteizugehörigkeit, Erfahrungshintergrund und Herkunft haben alle Kandidaten wissen lassen, dass sie den Kurs von Aquinos Wirtschaftspolitik weiterverfolgen werden. Um ein eigenes Profil zu zeigen, haben sie aber unterschiedliche Themenschwerpunkte im Wahlkampf wie beispielsweise ausländische Direktinvestitionen, Armutsbekämpfung oder Kriminalität.

Eine Fortsetzung der Wirtschaftspolitik Aquinos ist daher absehbar, unabhängig davon, welcher Kandidat siegt. Doch Führungswechsel sind auch immer mit einem Rest Ungewissheit verbunden. Die Tatsache, dass weder Poe noch Roxas bisher Regierungsverantwortung getragen haben, könnte Schwierigkeiten mit sich bringen. Größere Sorgen bereiten allerdings die extremen Positionen oder die Korruptionsgeschichten von Anwärtern wie Binay und Duterte. Beiden werden auch Menschenrechtsverletzungen nachgesagt, was ihre Qualifikation für das höchste Amt fraglich macht. Zu guter Letzt bemüht sich auch noch ein Spross des Marcos-Clans, an die Spitze der Macht zu gelangen. Dem Diktatoren-Sohn werden aber geringe Chancen eingeräumt.




Quelle: „finanzen.net“, www.finanzen.net

Schlagwörter: Philippinen, Wahlen, Präsidentschaftswahl, Benigno Aquino, Wahlkampf, Kandidaten, Stimmenfang, Regierung, Wirtschaft, Wirtschaftswachstum, Wirtschaftspolitik, Rating, Korruption, Korruptionsbekämpfung, Grace Poe, Rodrigo Duterte, Ferdinand Marcos, Mar Roxas II., Jejomar Binay