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Kenia: UNHCR bittet Regierung, weltgrößtes Flüchtlingscamp nicht zu schließen

Meldung vom 13.05.2016

Am Freitag (06.05.2016) gab Kenias Regierung ihren Beschluss bekannt, das weltgrößte Flüchtlingslager Dadaab schließen zu wollen. Die Entscheidungsträger führten wirtschaftliche und ökologische Belastungen als Gründe an und verwiesen auch auf die terroristische Bedrohung, die von Gruppierungen innerhalb des Lagers ausgeht. Einer Stellungnahme des Innenministeriums zufolge habe die Regierung bereits die Abteilung für Flüchtlingsangelegenheiten aufgelöst und wolle die Schließung der kenianischen Flüchtlingscamps zügig vornehmen – eine Entscheidung, die 600.000 Flüchtlinge ins Chaos stürzen könnte.

Mitarbeiter der UNHCR sind besorgt über diese Ankündigungen der kenianischen Regierung. Seit fast einem Vierteljahrhundert ist Kenia ein wichtiger Partner bei der Asylgewährung für Menschen, die in Ostafrika und am Horn von Afrika ihre Heimat aufgrund von Gewalt, ethnischen Auseinandersetzungen und Krieg verlassen mussten.

Das Leben von Hunderttausenden Somaliern, Südsudanesen und weiteren Menschen hängt von der Gnade und Bereitschaft Kenias ab, die Aufgaben beim internationalen Schutz in der Region weiterhin zu übernehmen. Tragischerweise sind die Konflikte, die Menschen in Somalia und dem Südsudan bedrängt haben, weiterhin aktuell.

UNHCR kommuniziert mit der kenianischen Regierung, um die Auswirkungen und Umsetzung der angekündigten Entscheidung verstehen zu können. UNHCR erkennt an, dass Kenia in den vergangenen Jahren eines der Länder war, das enormen Flüchtlingsströmen Schutz geboten hat. Das Land habe Außerordentliches geleistet und dabei viele Schwierigkeiten auf sich genommen, die sowohl das Land sowie seine Bevölkerung belastet haben. UNHCR spricht sich daher seit langem für eine verstärkte internationale Unterstützung Kenias aus, zum Beispiel durch Hilfen für die Aufnahmegemeinden und der sorgfältigen Kenntnisnahme ihrer Sorgen.

60 Millionen Menschen sind zurzeit weltweit Flüchtlinge. In diesem Zusammenhang ist es dringender denn je, die Weltgemeinschaft daran zu erinnern, die internationalen Asylverpflichtungen zu erfüllen. Diejenigen Länder, die dieser Aufgabe im erhöhten Maße nachkommen, sollen mehr Unterstützung erhalten. Die Entscheidung Kenias, keine Flüchtlinge mehr aufzunehmen und Flüchtlingscamps zu schließen, könnte katastrophale Auswirkungen für Hunderttausende von Menschen haben. Schon jetzt macht sich im Flüchtlingscamp Dadaab Verzweiflung breit, nachdem die Menschen dort von der neuen Nachricht erfahren haben. UNHCR wendet sich daher an die kenianische Regierung mit der Bitte, ihre Entscheidung zu überdenken und nichts zu unternehmen, was nicht im Einklang mit internationalen Verpflichtungen gegenüber Flüchtlingen steht.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „UNHCR“, unhcr.de (Pressemitteilung)

Schlagwörter: Kenia, Dadaab, Flüchtlinge, Regierung, UNHCR, Schließung, Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, Asyl, Terror, Terrorismus