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Afghanistan: Umkämpftes Kunduz – Taliban müssen Zentrum der Stadt wieder räumen

 
Meldung vom 04.10.2016

Erneut ist die afghanische Stadt Kunduz im Visier der Taliban. An der Eroberung dieser Stadt wollen die Islamisten ihren Erfolg dokumentieren. Die Kämpfer attackierten die Stadt von mehreren Seiten. Die Offensive muss man vermutlich auf dem Hintergrund der internationalen Geberkonferenz für Afghanistan in Brüssel sehen.

Die Taliban drangen in der Nacht und im Morgengrauen (03.10.2016) von mehreren Seiten in die Stadt ein. Zuvor hatten sie wichtige Zufahrtsstraßen gesperrt. Wie weit sie in die Stadt Kunduz vormarschieren konnten, darüber gab es keine einheitlichen Informationen. Die Regierung verharmloste den Angriff und sagte, es handelte sich bei dem gefährdeten Gebiet nur um den Stadtrand. Anwohner in der Stadt aber meldeten Feuergefechte und Detonationen im Zentrum von Kunduz, nicht weit vom Sitz des Gouverneurs entfernt. Einige Außenbezirke befanden sich zeitweise unter der Herrschaft der Taliban. Die afghanische Luftwaffe setzte sich daraufhin mit mehreren Angriffen zur Wehr. Auch Helikopter wurden eingesetzt.

Die wenigen Mitarbeiter internationaler Organisationen, die noch in Kunduz tätig sind, bereiteten sich auf die Flucht vor. Anwohner berichteten jedoch, selbst eine Flucht sei höchst riskant, weil unter anderem die afghanischen Sicherheitskräfte auf alle Fahrzeuge schießen würden, die in den Straßen der Stadt noch in Bewegung seien.

Doch im Verlauf von 24 Stunden haben Spezialkräfte die Islamisten aus dem Zentrum der nordafghanischen Stadt wieder verdrängt. Besonders mit Unterstützung von NATO-Kampfflugzeugen konnte das afghanische Militär das Zentrum von Kunduz aus der Hand der Taliban befreien. Es seien in den Gefechten hunderte Taliban-Kämpfer getötet worden.

Der Provinzgouverneur von Kunduz, Assadullah Omarkhil, teilte mit, die Operation gegen die Aufständischen werde noch fortgeführt. Die Einsatzkräfte arbeiteten sich nur langsam voran, weil sich die Taliban in Wohnhäusern verschanzten und damit auch Zivilisten gefährdeten.

Die NATO versicherte, die Regierung hätte die Gewalt über Kunduz wiedergewonnen, während das US-Verteidigungsministerium bestätigte, dass US-Kampfflugzeuge Luftangriffe auf die Taliban bei Kunduz unternommen haben. Den Kämpfen fiel mindestens ein Zivilist zum Opfer, dutzende weitere wurden verwundet.


Video-Beiträge zu diesem Thema

 Alptraum der Afghanen: Taliban-Sturm auf Kundus




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Deutschlandfunk“, dradio.de

Schlagwörter: Afghanistan, Kunduz, Kundus, Taliban, Kämpfe, Gefechte, Zentrum, Tote, Militär, Soldaten, NATO, US-Luftangriffe, US-Kampfflugzeuge, internationale Geberkonferenz, Eroberung