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Ghana: Regierungswechsel – Nana Akufo-Addo ist neuer Präsident

Meldung vom 12.12.2016

Bei der Präsidentenwahl im westafrikanischen Ghana konnte sich Nana Akufo-Addo von der Neuen Patriotischen Partei (NPP) mit 53,8 Prozent Stimmenanteil gegen Amtsinhaber John Mahama vom Nationaldemokratischen Kongress (NDC) durchsetzen. Das teilte die Wahlkommission in der Nacht von Freitag (09.12.2016) auf Samstag mit.

Der ehemalige Außen- und Entwicklungsmister, der bereits zum dritten Mal ins Rennen ging, bekam vor allem in den Teilen des Landes Zuspruch, die von Ashanti besiedelt sind. Bei der letzten Wahl hatte er dort 70,86 Prozent auf seiner Seite. 2016 wollte er dieses Ergebnis um zehn Punkte verbessern, um den Sieg im gesamten Land davonzutragen. Der Ashanti-Kandidat ging mit dem Vorhaben in den Wahlkampf, Fabriken zu bauen, die das Land unabhängiger von den Weltmarktpreisen für Rohstoffe machen sollen.

Die Ashanti stellen mit knapp zehn von insgesamt 27 Millionen Einwohnern die relativ größte Volksgruppe in Ghana. Zählt man die sprachlich eng verwandten Akan-Völker (zu denen sie gehören) zusammen, kommt man sogar auf einen Bevölkerungsanteil von knapp 48 Prozent. Bevor ihr Reich 1900 von den Engländern eingenommen wurde, waren die Ashanti im 18. und 19. Jahrhundert ein wichtiger Lieferant von Sklaven.

Die zweitgrößte Gruppe besteht mit knapp 17 Prozent aus den Mole-Dagbani-Völkern, die im Norden des Landes wohnen. Auch diese Ethnie war früher in das Geschäft mit Sklaven verwickelt und ist mit den Mossi, die auch in Burkina Faso ansässig sind, verwandt. John Mahama, der bisherige Präsident, ist einer von ihnen. Doch anders als die Mehrheit der Mole-Dagbani, gehört er nicht dem Islam an, sondern ist Mitglied einer Pfingstkirche. Anhänger solcher Pfingstkirchen machen mit gut 28 Prozent die relative religiöse Mehrheit in Ghana aus, danach kommen mit 18,4 Prozent Protestanten, mit 17,6 Prozent Moslems, mit 13,1 Prozent Katholiken und mit 11,4 Prozent Anhänger anderer Religionen.

Dass Mahama 2016 so viele Stimmen verlor, liegt aber weniger daran, dass seine Volksgruppe zahlenmäßig geringer wurde oder an seiner Religion als an der Wirtschaftslage, die sich wegen des Preisabfalls für wichtige Exportgüter wie Gold, Kakao, Diamanten und Öl in einer Flaute befindet. Nana Akufo-Addo will der Wirtschaft zu neuem Aufschwung verhelfen. Außerdem prangerte seine Partei nach zwei Amtszeiten Mahamas die ausufernde Korruption stärker an als in der Vergangenheit.




Quelle: „Telepolis“, www.heise.de

Schlagwörter: Ghana, Wahlen, Präsidentschaftswahl, Nana Akufo-Addo, John Mahama, Ashanti, Wahlsieg, Wirtschaft, Flaute, Präsident, Rohstoffe, Weltmarkt, Rohstoffpreise, Fabriken, Export, Handel