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Ghana: Afrikanisches Wirtschaftswunder

Meldung vom 10.04.2018

Ghana ist nicht mehr zu bremsen: Mit Riesenschritten bewegt sich das Land vorwärts und wird in Kürze wohl das größte Wirtschaftswachstum Afrikas vorweisen können. Denn in Sachen Wirtschaft kann Ghana selbstbewusst nach vorne blicken. Gleich drei Institute – die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Afrikanische Entwicklungsbank – attestieren dem westafrikanischen Land für 2018 das größte Wirtschaftswachstum Afrikas. Auch könnte Ghana in diesem Jahr die am schnellsten prosperierende Volkswirtschaft weltweit werden.

Zwischen 8,3 und 8,9 Prozent an Wachstum sehen die drei Institutionen dieses Jahr für Ghana voraus. Die großen Einnahmequellen sind dabei noch die Rohstoffe Kakao, Erdöl und Gold. Bei Kakao behauptet Ghana nach der Elfenbeinküste den weltweit zweitgrößten Platz als Produzent. Ähnlich sieht es bei der Goldgewinnung aus, hier rangiert Ghana zwar nicht an der Weltspitze, hat sich aber nach Südafrika auf dem zweiten Platz in gesamt Afrika angesiedelt.

Das zuvor bitterarme und von einer Serie von Militärputschen zerrüttete Ghana brachte es erst mit den Wahlen von 1992 zu politischer Stabilität. Der wirtschaftliche Aufschwung zeichnete sich indes erst vor rund einem Jahrzehnt ab, als Ölfelder erschlossen wurden. Seither kurbelt Ghana die Ölförderung sukzessive an. Die wieder steigenden Preise für Rohöl wirken sich günstig auf die Produktion aus und wecken auch das Interesse von ausländischen Investoren.

Auch die Kakaoindustrie wird gefördert und ausgeweitet. Teils vergrößerten Kakaoproduzenten ihre Anbaufläche von einem Jahr aufs andere um hundert Prozent. Und noch vor Saisonbeginn können sich die Ghanaer beruhigt zurücklehnen – bereits die gesamte Ernte ist verkauft. Auch diese große Nachfrage lässt sich auf den in den letzten Jahren teils heftig gestiegenen Weltmarktpreis zurückführen. Die Vorauszahlungen ermöglichen den Produzenten gut angelegte Investitionen. Die gesamte Wirtschaftsleistung 2017 des 28,7-Millionen-Einwohner-Landes wird von Bloomberg auf rund 43 Milliarden Dollar (34,7 Mrd. Euro) beziffert.

Dieses afrikanische Wirtschaftswunder haben auch die gesetzlich unterstützenden Maßnahmen der Regierung von Präsident Nana Akufo-Addo begünstigt, der seit dem Januar 2017 im Amt ist. Ghana überholt laut den Voraussagen damit auch die bisherigen afrikanischen wirtschaftlichen Spitzenreiter Äthiopien und Elfenbeinküste, wie Bloomberg bekannt gibt.

Auch wenn der Aufwärtstrend in der nächsten Zeit so gut wie nicht mehr aufzuhalten ist, ermahnen Ökonomen und weitere Experten Ghana, sich nicht nur auf den Abbau natürlicher Ressourcen zu verlassen. Dieser einseitige Kurs habe mehreren anderen Ländern im Endeffekt schwer geschadet. Die Länder, die die Förderung von Rohöl und den Abbau von Mineralien und Erzen zu ihren hauptsächlichen wirtschaftlichen Standbeinen gemacht haben, sind mit Schwierigkeiten konfrontiert. So unterstellt man den großen Rohstoffindustriezweigen etwa Ausbeutung und Korruption. Das kann den wirtschaftlichen Ruf eines Landes nachhaltig beeinträchtigen. Und diesem Problem will Ghana vorbeugen.

Ghana zeichne sich im Vergleich zu den Nachbarländern bereits schon jetzt durch eine ausdifferenzierte Wirtschaft aus, so der Ökonom John Ashbourne in der New York Times. So will die Regierung die durch Öl- und Goldgewinnung angezogenen Investoren auch in andere Wirtschaftszweige einbinden. Zudem soll in jedem Teil des Landes mindestens eine Fabrik eröffnet werden, um Arbeitsplätze zu schaffen und zu gewährleisten, dass auch die Bevölkerung von dem neuen Wohlstand profitiert.

Kritiker fragen sich allerdings, ob all diese Pläne so harmonisch aufgehen. Denn noch stufen sie die bereits gesetzten Impulse als zu schwach ein, als dass eine Wirtschaft abseits der Rohstoffproduktion und Urgewinnung erfolgreich sein kann. Aber sie erkennen an, dass die Weichenstellung in Ghana durchaus gut durchdacht ist. Die weise Verteilung des Wohlstands und die Absicherung der Wirtschaft spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherung des sozialen und damit politischen Friedens. Vor allem an die Jugend muss gedacht werden, denn die Hälfte der Bevölkerung ist unter 16 Jahre.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „ORF“, orf.at

Schlagwörter: Ghana, Wirtschaftswachstum, Wirtschaft, Wirtschaftsboom, Ökonome, Entwicklung, Ressourcen, Erdöl, Öl, Erze, Gold, Kakao, Investoren, Nana Akufo-Addo, Wirtschaftswunder
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