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Äthiopien: Regierungschef tritt für Christen in der Somali-Region ein

Meldung vom 24.08.2018

Während Unruhen in Äthiopiens Teilstaat Somali ist es zu mehreren Übergriffen auf dort ansässige Christen gekommen. Die Somali-Region wird mehrheitlich von Muslimen bewohnt. Nach der Niederschlagung des Aufstands der Regionalregierung in Somali hat nun der äthiopische Ministerpräsident Ahmed Abiy Stellung zu den Übergriffen bezogen. Bei einem Besuch im Patriarchenpalast in Addis Abeba hat Abiy gegenüber den beiden äthiopisch-orthodoxen Patriarchen Abuna Mathias und Abuna Merkurios seine tiefe Betroffenheit und Sorge über die „tragischen Ereignisse“ im Osten Äthiopiens geäußert.

Bei der Gewaltwelle Anfang August 2018 gingen Islamisten gezielt auf Christen los und ermordeten sie, sowohl Priester wie einfache Gläubige. Auch Kirchen wurden in Brand gesetzt. Abiy versicherte den beiden Patriarchen, er werde alles tun, um in der betroffenen Region Ogaden dauerhaft wieder Stabilität und Sicherheit aufzurichten, wie die Stiftung Pro Oriente berichtete.

Die äthiopisch-orthodoxe Kirche hat inzwischen unter der Leitung von Abuna Matheos, dem Erzbischof des Ogaden, ein Hilfskomitee ins Leben gerufen, das die Verletzten und Vertriebenen versorgen soll. Zudem sollen die zerstörten Kirchen wiederaufgebaut werden. Das Komitee, das aus Priestern, Ingenieuren und Architekten besteht, hat die Arbeit in drei aufeinander folgende Bereiche unterteilt: Soforthilfe, Reintegration der von den Islamisten vertriebenen Menschen und Wiederaufbau der Gotteshäuser.

Die Auswertung der Unruhen am 4. und 6. August in der Somali-Region Äthiopiens ist noch nicht abgeschlossen. Nach kirchlichen Angaben wurden acht äthiopisch-orthodoxe Gotteshäuser in Schutt und Asche gelegt, die Zahl der Toten – unter ihnen mindestens sechs Priester – wird auf ein Dutzend beziffert, zahlreiche Menschen erlitten Verletzungen, tausende Christen wurden aus ihren Wohnungen und Häusern vertrieben. Die Gewalt konzentrierte sich vor allem auf die Regionalhauptstadt Jigjiga und die Eisenbahnerstadt Dire Daua an der Linie Addis Abeba – Djibouti.

Die Christen setzen ihre Hoffnung auf Ministerpräsident Abiy. Aber auch er konnte erst einmal nicht verhindern, dass viele Christen aus ihrer Heimat fliehen und in einer anderen Provinz Schutz suchen mussten. Die jetzige Gewalttat ist das letzte Ereignis einer langen Kette von Konflikten, die bis ins 19. Jahrhundert zurück reichen.




Quelle: „Vatican News“, www.vaticannews.va

Schlagwörter: Äthiopien, Unruhen, Christen, Somali, Muslime, Islamisten, Aufstand, Ogaden, Ahmed Abiy, äthiopisch-orthodoxe Kirche, Religion, Christen, Christenverfolgung, Priester, Tote, Verletzte, Kirchen, Brandschatzung, Jigjiga, Dire Daua, Patriarchen, Patriarchie