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Syrien: Bundesregierung befürchtet Katastrophe in Idlib

Meldung vom 05.09.2018

Ein neues Kriegsgrauen droht in Syrien. Präsident Baschar al-Assad plant einen militärischen Angriff auf Idlib, die letzte Bastion der Rebellen. Deutschland appelliert nun an die russische Regierung und betont ihre Verantwortung in Syrien. Russland müsse auf das Regime von Baschar al-Assad einwirken, um den Angriff auf Idlib abzuwenden.

Die Bundesregierung hat Russland gebeten, die syrische Führung davon zu überzeugen, die geplante Offensive in der Region Idlib fallen zu lassen. „Wir erwarten von Russland, das syrische Regime von einer Katastrophe abzuhalten“, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Zudem müsste humanitären Hilfsorganisationen der ungehinderte Zugang in die Gegend gewährleistet werden. Idlib ist die letzte Region in Syrien, die in der Hand der Rebellen ist.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes machte darauf aufmerksam, dass drei Millionen Menschen in Idlib leben, von denen allein 1,5 Millionen Binnenvertriebene sind. Eine neue Offensive könnte zu einem Blutbad werden. Auch das Bundesinnenministerium hat die Situation im Blick. Man sehe aber bislang keine Anzeichen möglicher neuer Fluchtbewegungen, sagte eine Sprecherin.

Russland bestätigte unterdessen, dass am Dienstag (04.09.2018) Luftangriffe auf Rebellen in Idlib geflogen wurden. Sie hatten die Infrastruktur von mit Al-Kaida verbündeten Rebellen zum Ziel, darunter ein Waffenlager und eine Startanlage für Drohnen, mit denen russische Militäreinrichtungen in Syrien angegriffen worden seien, gab das russische Verteidigungsministerium an. Die russische Luftwaffenbasis Hamaimim sei im August insgesamt 57 Mal von selbst gebauten Drohnen aus attackiert worden.

Die syrische Armee plant den Angriff auf das Gebiet im Nordwesten des Landes seit längerer Zeit. Neben zahlreichen Zivilisten sollen auch zehntausende Bewaffnete, darunter viele Islamisten, in Idlib Unterschlupf gefunden haben. Das Nachbarland Türkei, aber auch die USA und europäische Staaten sind alarmiert über die möglichen Folgen für die Zivilisten. Die Präsidenten Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan und Hassan Ruhani wollen sich am Freitag (07.09.2018) in Teheran zusammensetzen und über das Thema beraten. Russland und der Iran agieren als Verbündete der syrischen Regierung, die Türkei dagegen unterstützt die Rebellen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor der Offensive gewarnt. Ein Angriff der syrischen Regierungstruppen könne in einem „Massaker“ enden, sagte Erdogan laut der Zeitung Hürriyet auf dem Rückflug von einem Besuch in Kirgisistan vor Journalisten. Erdogan kritisierte, im „Fall einer Katastrophe“ sei es „wieder“ die Türkei, die die Fluchtwelle bewältigen müsse.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: „Die Zeit Online“, zeit.de

Schlagwörter: Syrien; Idlib, Angriff, Katastrophe, Massaker, Offensive, Baschar al-Assad, Luftangriffe, Rebellen, Krieg, Bombardierung, Zivilsten, Recep Tayyip Erdogan, Flüchtlinge, Fluchtwelle, Türkei
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