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Haiti: Proteste flauen ab

Meldung vom 21.02.2019

Nach 15 Tagen heftiger Demonstrationen im Karibikstaat Haiti sind die gewaltsamen Ausschreitungen abgeflaut. Langsam breitet sich wieder Ruhe in der Hauptstadt Port-au-Prince aus. Die Demonstranten verlangen jedoch weiterhin den Rücktritt des Präsidenten Jovenel Moïse, den sie vor allem für die Veruntreuung von Hilfsgeldern verantwortlich machen.

Lokalen Medien zufolge öffneten die ersten Geschäfte gestern wieder und die Menschen haben sich an die Aufräumarbeiten gemacht. Moise hatte in Aussicht gestellt, sich gemeinsam mit der Opposition auf einen nationalen Dialog einzulassen. Er führte gestern bereits Gespräche mit Repräsentanten des Privatsektors.

In den letzten Wochen war das Straßenbild in Haitis Städten geprägt von Plünderungen, Straßenblockaden und heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Dabei sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen und viele weitere trugen Verletzungen davon. Geschäfte, Schulen und viele öffentliche Gebäude blieben wochenlang geschlossen.

Die Demonstranten hatten sich in den letzten Tagen auch vermehrt gegen die Einflussnahme der USA in Haiti ausgesprochen. Einzelne Aktivisten verbrannten amerikanische Flaggen. Ein Sprecher der Opposition sagte „Wir wollen ein Ende der Beziehungen zu den USA. Wir haben von der Besetzung durch die USA genug.“ Andere Quellen zitieren Sprechchöre, die eine Hinwendung zu Cuba, China und Russland fordern. Besonders der russische Präsident Wladmimir Putin wurde heroisiert und als neuer Verbündeter gepriesen.

Der US-Sicherheitsberater John Bolton reagierte daraufhin mit der Aussage, dass „Haiti mit der stetigen Freundschaft und Unterstützung aus den USA rechnen“ könne. Er appellierte an die Politiker in Haiti, für die Demokratie zu kämpfen, sich dem Dialog zu stellen und einen Schlussstrich unter die politische Gewalt zu setzen. Der rechte Hardliner Bolton ist allerdings gerade ins politische Abseits geraten, da ihm die Unterstützung des Putschversuchs in Venezuela zur Last gelegt wird.

Am Montag (18.02.2019) wurde in der Hauptstadt Haitis eine Gruppe schwerbewaffneter US-Amerikaner inhaftiert, die offenbar die Menschen aufgehetzt haben sollen. Die Festgenommenen sollen angeblich in Verbindung zur Regierung stehen, was diese jedoch bestritt. Der haitianische Außenminister Bocchit Edmond teilte mit, die Gruppe sei der Justiz ausgeliefert und wegen Vorbereitung von Straftaten angezeigt worden.

Seit dem 7. Februar war es in Haiti zu massiven Krawallen zwischen Demonstranten der Opposition und bewaffneten staatlichen Sicherheitsbeamten gekommen. Nach Angaben von Medien starben von den bis zu neun getöteten Personen mindestens drei durch Polizeikugeln. Die neue Protestwelle wurde am 7. Februar ausgelöst, dem zweiten Jahrestag des Amtsantritts des haitianischen Präsidenten Jovenel Moïse. Im ganzen Land zogen tausende Menschen durch die Straßen, um ihren Unmut über Inflation und Korruption kundzutun.




Quelle: Gebende Hände-Redaktion; nach einer Information von: amerika21.de

Schlagwörter: Haiti, Proteste, Demonstrationen, Jovenel Moïse, Inflation, Korruption, Veruntreuung, Hilfsgelder, USA, Wladimir Putin, Plünderungen, schwerbewaffnete US-Amerikaner, Putschversuch, Venezuela