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Südsudan: Machtteilung zwischen Salva Kiir und Riek Machar gelungen

Meldung vom 18.06.2020

Der Südsudan hat einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung Frieden getan. Nach monatelangen Verhandlungen haben der südsudanesische Präsident Salva Kiir und sein Vize Riek Machar sich darüber verständigt, wie sie die Macht über die Regionen des Landes aufteilen können. Ohne Druck von außen wäre diese Einigung wohl kaum zustande gekommen.

In der jetzt erzielten Vereinbarung wurde nach Angaben von Präsidialamtsminister Nhial Deng Nhial festgelegt, dass Salva Kiir über sechs Bundesstaaten regieren wird. Dazu zählen der ölreiche Staat Unity sowie Central Equatoria, in dem die Hauptstadt Juba liegt. Das Lager von Vizepräsident Riek Machar soll demnach in drei Bundesstaaten das Sagen haben. Dazu zählt der Bundesstaat Upper Nile, in welchem die größte Ölproduktion des Landes lokalisiert ist. Ein dritter Unterzeichner des Friedensabkommens, die Südsudanesische Oppositionsallianz (SSOA), soll dem Bundesstaat Jonglei vorstehen.

Die neue Übereinkunft verleihe dem Friedensabkommen von 2018 „neue Schwungkraft“, erklärte Nhial in der Hauptstadt Juba. Die Verteilung der Kontrolle über die zehn Bundesstaaten des Landes galt als größte Herausforderung für die Kooperation der im März 2020 zwischen Kiir und dem früheren Rebellenführer Machar gebildeten Einheitsregierung. Machar wurde erneut das Amt des Vizepräsidenten zugesprochen.

Kiir und Machar waren in einen jahrelangen blutigen Machtkampf verwickelt. Das Friedensabkommen von 2018 und die gemeinsame Regierungsbildung in diesem Jahr kamen nur zustande, weil die UN und andere Staaten Druck ausgeübt haben. Die Aufteilung der Macht vor allem über die Regionen mit Ölvorkommen war dann monatelang noch ein zentraler Konfliktpunkt zwischen dem Präsidenten und Vizepräsidenten.

Im Verlauf des Bürgerkriegs kamen mehr als 380.000 Menschen ums Leben und Millionen Menschen mussten fliehen. Auch in diesem Jahr loderten immer wieder blutige Kämpfe zwischen den beiden politischen Lagern im Land auf. Dabei verloren nach UN-Angaben im ersten Quartal 658 Menschen ihr Leben und 452 weitere wurden verletzt.




Quelle:  „Deutsche Welle“, dw-world.de

Schlagwörter: Südsudan, Machtteilung, Riek Machar, Salva Kiir, Friedensabkommen, Bundesstaaten, Jonglai, Upper Nile, Öl, Unity, Bürgerkrieg