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Kenia: Kleinkredite – Sprungbrett in die Selbständigkeit (Reisebericht)

Bericht vom 11.10.2009


Unser Teamleiter besucht die Witwe und Existenzgründerin Elizabeth N. in Kenia.





Der von Elizabeth mit ihren Kindern gebaute Wassertank.

Unser Teamleiter M. Wilson berichtet: Den ersten Tag unseres Aufenthaltes in Nakuru, Kenia, verbrachten wir damit, verschiedene Existenzgründer zu besuchen, die durch Gebende Hände einen Kleinkredit zur Eröffnung eines kleinen Geschäfts oder einer Werkstatt erhalten hatten. Wir wollten gern aus erster Hand erfahren, in welcher Weise unsere „Finanzspritze“ diesen Menschen geholfen hatte, aus eigener Kraft den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu erwirtschaften.

Zunächst besuchten wir Elizabeth N. in einem Dorf unweit von Nakuru. Schon bei diesem ersten Besuch wurde deutlich, was ein bescheidenes Anfangskapital in den Händen der richtigen Leute bewirken kann, wenn man ihnen die notwendigen kaufmännischen Grundlagen vermittelt und auch weiterführende Beratung anbietet. Heute ist Elizabeth N. nämlich bereits diejenige, die den Bewohner des ganzen Dorfes Ratschläge in geschäftlichen Dingen erteilt.

Mit ihrem ersten Kleinkredit kaufte Elizabeth N. eine Milchkuh. Mit dem Verkaufserlös der Milch konnte sie bald nicht nur die tägliche Versorgung ihrer Kinder sichern, sondern sogar einen Wassertank mit der dazugehörigen Leitung von einer Quelle bauen, die sich in knapp vier Kilometern Entfernung auf einem Hügel hinter ihrem Haus befand. Dies bewerkstelligte die Witwe allein mit Hilfe ihrer Kinder.

Nicht lange danach entschied unser Projektpartner, der in diesem Gebiet unser Kleinkreditprogramm betreut, Elizabeth eine Ziege aus unserem Milchziegen-Projekt zu überlassen.

Von dieser ersten Ziege zog sie gleich sieben Jungtiere auf und verkaufte diese. Mit dem Erlös bezahlte sie die Ausbildung für eine Tochter und einen Sohn, ersetzte das Grasdach über ihrer Kochstelle durch ein festes Wellblechdach und kaufte eine weitere Ziege mit zwei Jungtieren. Mittlerweile verfügt sie über eine ganze Herde mit 18 Tieren! Sie hat genug Milch für die eigene Familie und kann vor allem die laufenden Schulgebühren für ihre Kinder bezahlen.

Was ich noch nicht erwähnt habe: Elizabeth hat inzwischen noch ein Maisfeld angelegt und verkauft Honig aus eigener Imkerei! Wenn der Mais aufgrund der derzeitigen Dürre in Kenia auch vertrocknet ist, diese bewundernswerte Frau lächelt und hält einfach Ausschau nach weiteren Einnahmequellen.

Auch bei unseren weiteren Besuchen kamen wir aus dem Staunen nicht heraus. Unter anderem besuchten wir die Dorffriseuse, die sich mit Hilfe eines Kleinkredites eine Hühnerzucht aufgebaut hat und mit dem Verkauf von Eiern und Fleisch ihr mageres Einkommen aufbessert. Außerdem bietet sie – immer auf der Suche nach neuen Einnahmequellen – einen Aufladeservice für Mobiltelefone an, denn die meisten Bewohner ihres Dorfes haben zwar Handys, aber keinen Stromanschluß. Pro Aufladung berechnet die geschäftstüchtige Frau umgerechnet etwa sieben Cent.

An einer anderen Stelle ist eine richtige kleine Einkaufszeile entstanden, weil der Erfolg eines Kreditnehmers zwei seiner Freunde ermutigte, es ebenfalls mit einem eigenen Geschäft zu versuchen. Die Kredite werden zurückgezahlt, so dass mehr als 95 % des verliehenen Geldes wieder ins Projekt zurückfließen.

Auf diese Weise verwandelt sich eine für unsere Verhältnisse geringe Geldsumme in Verbindung mit entsprechender Anleitung und Beratung in einen großen Segen für die Kreditempfänger.

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